Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen
(Oehna-Fez-Oehna)

von webmaster Leo


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Am 1. Mai (obwohl die Wetterbedingung nicht gerade perfekt waren) ist D-KKGG ihren Flug von Oehna-Zelledorf nach Fez-Saïss (Marokko) angetreten. Beide Piloten freuten sich schon seit lange auf dieses einmalige Erlebnis. So wie der chinesische Philosoph Konfuzius schon vor 2500 Jahren sagte: „Wohin du auch gehst, gehe mit deinem ganzen Herzen.“

Während ihrer 16 Jahre als Taifun Piloten haben Urs Gerigk und Manfred
Garben bereits einige gemeinsame Flüge u.a. zu den Lofoten (Norwegen), Korsika und den Scilly Islands an der englischen Südküste unternommen.

Weiter unten findet ihre zusätzliche Info bezüglich des Fluges. Ab 1. Mai werdet ihr täglich Neues über den Status der Reise erfahren.


Die Fez Crew im Cockpit der D-KKGG, selbst aufgenommen am 2. Mai 2008,
links: Urs Gerigk / rechts: Manfred Garben

Vorbereitung auf die Reise (Freitag 30. April)
In dieser Woche erfolgten mehrere Telefonate von Berlin nach Geelen (Holland). Manfred erzählte Webmaster Leo in der Kommunikationszentrale auf der powerglidertaifun-website von ihrem Plan eine zweiwöchige Reise nach Fez in Marokko zu unternehmen. Auf der Suche nach Kommunikationswegen entdeckte Leo, dass während der Reise keine Möglichkeit für Skype bestehen wird, da sein Headset für den Laptop verschwunden war ohne dass er es jemals verwendete. … Aber es gibt natürlich auch andere Mittel der Kommunikation wie z.B. Telefon, SMS, Email, Chat etc. Wir werden also einen Weg finden und Informationen über die Reise nach Marokko auf der Webseite bereitstellen.


Manfred:
"Fez, die schönste der alten königlichen Städte in Marokko und Gibraltar mit ihren berühmten Affenfelsen sind das Ziel unserer diesjährigen Reise. Wenn möglich werden wir einen Zwischenstop auf dem Flugfeld von Castellon (LECN) einlegen und den spanischen Taifun Pilot Jose besuchen.
Der direkte Flugabstand wäre 3000 km. Unsere Taifun wird etwa 20 Flugstunden von Berlin nach Fez benötigen. Umwege eingeschlossen – abhängig vom Wetter – entlang der französischen und spanischen Küste, wird die Taifun D-KKGG von Berlin nach Marokko und zurück ungefähr 6600 km benötigen.
Wir haben für den Flug in beide Richtungen 14 Tage eingeplant, genug Zeit also für einige touristische Aufenthalte und Schlechtwetterstops entlang der Route. Wir planen am 1. Mai von Oehna aus zu starten und wollen vor 15. Mai wieder zurück in Berlin zu sein.
"

Am Freitag Abend als wir bei Henk waren bekamen wir einen Anruf von Manfred. D-KKGG wird vom Oehna Flugfeld am nächsten Morgen um ca. 08:00 Ortszeit starten. Der ursprüngliche Plan nach Aachen-Merzbrück zu fliegen um eine Nacht bei Henk zu verbringen wurde wegen den Wetterbedingungen verworfen. Manfred und Urs werden durch einen Korridor über Frankfurt und Trier Richtung Frankreich zwischen zwei Tiefdruckgebieten fliegen und hoffentlich südlich von Paris im Loire Tal landen. Bei näherer Betrachtung der Wettervorhersage für die nächsten Tage ist es fraglich ob sie Spanien erreichen können, aber das wird sich noch weisen...


25 Std. OWS Wetterkarte 1. Mai 00.00 UTC
Der Südwest-Nordwest Korridor mit einer möglichen Route in das Loire Tal (roter Pfeil)

Tag 1 / Etappe 1 (Samstag 1. Mai 2010)
Um 20:45 läutet das Telefon.
Es ist Manfred mit dem heutigen Update! D-KKGG startete heute morgen von Oehna-Zellendorf um 10:40 Ortszeit. So wie bereits gestern gesagt wurde der Plan nach Aachen zu fliegen um Henk zu treffen wegen der sich verschlechternden Wetterbedingungen aufgegeben. Nach einer Flugzeit von zwei Stunden erreichte das Taifun Duo Kassel und machte einen kurzen Tankstop bei dem auch nochmals genau das Wetter unter die Lupe genommen wurde. Nach etwa einer halben Stunde Aufenthalt ging es weiter nach Trier. Dort wurde ein wurde ein Flugplan aufgegeben um weiter über die Grenze zu fliegen und danach konnte man glücklicherweise zwischen zwei Tiefdruckfronten weiterfliegen so wie man auf den Wetterkarten von gestern sehen konnte.
Um ca. 18:00 landete dann die D-KKGG in Romilly-Sur-Seine (LFQR) etwa 60 NM südöstlich von Paris. Dort fand man glücklicherweise einen Hangar um den Motorsegler einzustellen. Wenn also das Wetter tatsächlich schlecht wird, hatte man zumindest einen sicheren Platz für das Flugzeug und man konnte beruhigt mit der Bahn nach Paris fahren. Sollte das Wetter besser als momentan erwartet sein, werden sie versuchen so weit als möglich nach Süden zu fliegen (möglicherweise sogar bis Barcelona). Die Wettervorhersage war so schlecht, dass man eventuell eine Zeit lang mitten in Frankreich festsitzen könnte.
Nachdem die Taifun geparkt war, hielten sie nach einem Hotel Ausschau. Leider war das Hotel in der Nähe des Flugplatzes geschlossen. Aber nach einer Taxifahrt fanden sie ein nettes Hotel mit dem Namen L'Auberge de Nicey am Nordrand der Stadt.
Genug für heute. Manfred und Urs werden sich ein Restaurant suchen und nach einem sehr anstrengenden Tag (insgesamt fast 500 NM) wohlverdient speisen.


1. Mai, Bild des Tages: fliegend zwischen zwei Fronten


Tag 2 / Etappe 2 (Sontag 2. Mai 2010)
Etwas nach acht Uhr abends während der Webmaster bei den Schwiegereltern war, läutete das Telefon.
Manfred: „Hallo Leo, ich muss dir leider sagen wir sitzen fest …….. Ursprünglich wollten wir, nachdem wir Romilly-Sur-Seine (LFQR) verlassen haben, in die Region Montpellier-Carcasson in Südfrankreich fliegen, aber leider haben wir es nicht so weit geschafft. Der Himmel war beim Start in Romilly-Sur-Seine wolkenlos. Einige Gewitter auf der Strecke konnten wir umfliegen und nach etwas über anderthalb Stunden Flug entlang der Loire landeten wir auf dem Roanne-Renaisson Flugfeld (LFLO). Wir tankten die Maschine auf und sahen uns nochmals genau die Wetterkarten an. Danach starteten wir gegen 16:00 Ortszeit und flogen mit Kurs Richtung Süden. Bald danach mussten wir jedoch umkehren und wir waren gezwungen am Flughafen von St. Etienne zu landen.



Satelliten Foto, zufällig von unserem Webmaster um 16:00 Ortszeit (14:00 UTC) aufgenommen, genau zu der Zeit als die D-KKGG von Roanne startete um schließlich ca. 20 NM südlich auf dem Flughafen von St. Etienne (roter Punkt) zu stranden.

Die Flugsicht hatte sich dramatisch verschlechtert und die Wolkendecke schloss sich. Es wäre in diesem Falle unverantwortlich gewesen die Berge des Massif Central zu überqueren und wir entschlossen uns kurzerhand es dabei zu belassen und in St. Etienne-Boutheon (LFMH) zu landen. Morgen werden wir sehen ob wir bis zur spanischen Grenze oder eventuell noch weiter fliegen können. Momentan sind wir in einem netten Hotel mit dem Namen „La Charpiniere“ in Saint-Galmier einquartiert. Der Ort liegt ca. 3 km nördlich vom Flughafen St. Etienne. Wir werden dir noch später heute am Abend ein Foto schicken und dich morgen wieder anrufen. Tschüss für heute.“


2. Mai, Bild des Tages: Flugplatz St. Etienne airport 17.49 Lokalzeit,
Hinterflügel abgewendet vond den dicken und dunklen Wolken im Süden die die D-KKGG zwangen zurück zu kehren.

 

Tag 3 / Etappe 3(Montag 3. Mai 2010)
Um 19:50 Ortszeit meldete sich Manfred wieder telefonisch: Euer Webmaster wurde gefragt wo sich die D-KKGG befinden sollte. Nun, nachdem ich die Wetterkarte noch am Nachmittag vom Internet heruntergeladen hatte dachte ich in der Nähe von Perpignan. Aber ich habe falsch geraten. Sie haben es bis nach Montpellier-Méditerannée (LFMT) geschafft, das liegt ungefähr 210 km südlich von Perpignan in der Nähe der Mittelmeerküste in Südfrankreich.




Auf die Frage des Webmasters warum er mit seiner Schätzung daneben lag antwortete Manfred:
„In der Früh um 10:00 verließen wir das Hotel und fuhren mit dem Taxi zum Flughafen zu unserer Taifun. Unterwegs dorthin suchte ich mein GPS, denn es war nicht in meiner Reisetasche. Wir kehrten also um und fuhren zurück zum Hotel und suchten im Hotelzimmer nach dem GPS. Da wir nichts finden konnten dachten wir es müsste sich noch im Flugzeug befinden. Also fuhren wir wieder zum Flughafen und stellten die Taifun auf den Kopf. Das GPS war nicht aufzufinden. Einige nette Leute des Aeroclubs am Flugfeld von St. Etienne halfen uns schließlich und chauffierten uns wieder zurück zum Hotel. Erst fanden wir wieder nichts bis ich schließlich die Bettdecke umdrehte und was fiel da aus dem Bett: Mein GPS!!! Ich kann dir gar nicht sagen wie erleichtert ich war. Ich hatte schon die Horrorvorstellung wie wir den Weg nach Marokko ohne GPS finden würden. Ich erkundigte mich sorgar schon wo ich in der Nähe ein neues GPS kaufen könnte.
Na ja, lange Rede kurzer Sinn, um ca. 12:30 Ortszeit machten wir uns für den Start klar und etwas später waren wir in der Luft entlang des Rhonetals. Auf dem Flugfeld von Valence (LFLU) legten wir dann eine Zwischenlandung ein und studierten die Wetterkarten ob wir wohl an diesem Tage noch Spanien erreichen könnten. Leider hinderte uns das schlechte Wetter daran die spanisch-französische Grenze über die Pyrenäen zu überqueren und so entschieden wir entlang dem Rhonetal hinunter zu fliegen wo wir die wunderschönen Gorges de L’Ardéche überquerten. Ein Rückenwind von bis zu 80 km/h (verursacht durch den berühmten Mistral) trug uns bis nach Montpellier-Mediterranée (LFMT) wo wir schließlich um 16:30 landeten und diese zweite Teilstrecke des heutigen Tages nach ca. 160 NM beendeten.

Cirque Madeleine
(Madeleine’s Kurve)

gelegen in den Gorges de L’Ardéche. Die L’Ardéche sind ein Canyon mit einer Länge von ungefähr 30 km der sich von der natürlichen Brücke bei Vallon-Pont-d’Arc bis zur Saint-Martin-d’Ardéche erstreckt. Er besteht aus sehr kalkhaltigem Boden und es gibt eine Panoramastrasse die man mit dem Auto entlang fahren kann. Natürlich hat man vom Flugzeug aus eine wesentlich bessere Aussicht. Entlang des Flusses kann man auch Canyon- und Kajakfahren unternehmen.

(Bildquelle: Wikipedia)

Am Flugfeld von Montpellier stiegen wir vom Taifun Motorsegler auf einen Smart mit Allradantrieb um, weil man mit diesem viel leichter unter den Wolken durchfahren kann ;-)
Mit unserem gemieteten Smart fuhren wir in eine Stadt namens Aigues-Mortes wo wir mitten im Zentrum ein kleines, nettes Hotel (Les Arcades) fanden das Komfort des 21. Jahrhunderts in einer mittelalterlichen Stadt bot.
Jetzt machen wir uns auf die Suche nach einem schönen Restaurant und morgen haben wir einen freien Tag an dem wir die Aigues-Mortes besichtigen und einer Tour durch die Carmarque mit unserem Smart machen werden. Weil das Flugwetter zu schlecht ist, müssen wir mindestens bis Mittwoch warten möglicherweise sogar bis Donnerstag. Erst dann können wir weiter nach Spanien. Schöne Grüße auch an Henk der wahrscheinlich gerade sein Israelreise vorbereitet. Tschüß!

 

Tag 4/ keinen Flug (Dienstag 4. Mai 2010)


Roter Punkt: Montpellier, fast im Zentrum vom Tief
Lage am 4. Mai, 12.00 Lokalzeit. Keinen Flug für heute ...


Ein Email von Manfred um 14:00:
„Gestern Abend und heute Morgen hat es die ganze Zeit geregnet. Das Wetter ist grau in grau und ganz schön kalt. Wir fühlen uns wie an der Nordsee und nicht am Mittelmeer. Momentan sind wir genau im „Zentrum des Taifuns“ mit Regen und Sturm bis zu 100 km/h. Wir sind daher heute in der Früh zum Flugfeld um zu checken ob unsere Taifun nicht vielleicht ohne uns abgeflogen ist. Zuverlässig stand sie da und rüttelte and der Verzurrung. Nachdem wir die Seile nachgespannt hatte,n waren wir völlig durchnässt hatten aber zumindest die Gewissheit dass alles in Ordnung war und dem Wind standhalten würde“.
Den Rest des heutigen Nachmittags verbrachten Manfred und Urs mit einer Stadtbesichtigung von Aigues-Mortes und einer Ausfahrt in die nähere Umgebung. Nachdem der Regen aufhörte konnten sie auch einige Flamingos in Camargue sehen.
Morgen werden die beiden versuchen das schlechte Wetter hinter sich zu lassen und zur spanischen Ostküste bis ca. 80 km nördlich von Valencia zu fliegen um hoffentlich den spanischen Taifun Piloten José zu treffen.


Wetterkarte für morgen den 5. Mai 12:00. Beachte das Tief genau über Montpellier.
In rot (Pfeil) die Route welche unsere Taifun Piloten hoffentlich fliegen können.

Tag 5 / Etappe 4 (Mitwoch 5. Mai 2010)
Obwohl die Wetterbedingungen heute morgen nicht optimal waren, versuchten Urs und Manfred erst einmal zusätzlich Motoröl für die Taifun aufzutreiben, denn die Maschine verbrauchte mehr Öl als erwartet. Zwei Drittel der Flasche wurden bereits unter der Woche verbraucht und man wollte sicherheitshalber mehr im Vorrat haben. Es war nicht gerade leicht das richtige zu finden und vor dem Kauf nahmen die beiden sicherheitshalber Kontakt mit Rainer Korff von der Firma Korff auf und vergewisserten sich das richtige zu kaufen. Als sie die Bestätigung von Herrn Korff hatten, kauften sie einen Liter Öl und es ging wieder zurück zum Flughafen wo die D-KKGG auf nassem Grund auf die beiden wartete.
Nach der Überprüfung der Taifun füllten sie einen Flugplan zum Überqueren der spanischen Grenze nach Barcelona aus. Nach der Wetterkarte war das Wetter aber keinesfalls perfekt. Windböen in den Pyrenäen von bis zu 100 km/h, schlechte Sicht auf der spanischen Seite der Grenze, Regen und möglicherweise auch Nebel waren zu erwarten, aber man könnte ja notfalls umkehren und zurück nach Montpellier fliegen.
Als die beiden jedoch in der Luft waren, sah die Sache bei weitem nicht so schlecht aus: Nicht zu stürmischer Wind, kaum Regen und nach der Grenze flaute der Wind ab. Danach gab es gute Sicht, keinen Nebel und nach ca. 180 NM entlang der Mittelmeerküste landeten sie am Flugfeld von Barcelona-Sabadell (LELL).
Dort angekommen kam es allerdings zu anderen unerwarteten Problemen: Der Taifun Motorsegler mit 17 Meter Spannweite war zu breit für einen Parkplatz. Nach einer langen Unterhaltung (wir waren ja schließlich in Spanien) mit den zuständigen Leuten gelang es Urs und Manfred zusammen mit dem Hallenwart doch einen passenden Platz zu finden. Im anschließenden Telefongespräch warnte der Taifun Pilot José die beiden vor starken Turbulenzen in der Region des Ebro Delta und empfahl ihnen nicht weiter zu fliegen. Starke Turbulenzen könnten Motorprobleme verursachen. Der aktuellen Wetterinformation war allerdings zu entnehmen dass der Wind zwar stark aber noch im Rahmen und die Sichtbedingungen gut waren. So entschieden sie wenn möglich bis nach Castellon de la Plana weiterzufliegen. Wegen einer herannahenden Gewitterfront war Eile geboten. Sie starteten sofort von Barcelona-Sabadell und stiegen auf 7000 Fuß. Die Genehmigung über 5000 Fuß zu fliegen lag bereits vor und damit waren sie beim Überfliegen des Ebro Delta oberhalb der Turbulenzen. Unser beiden Piloten konnten nun einen wunderschönen, ruhigen Flug auf einer Leewelle 140 NM bis nach Castellon de la Plana (LECN) genießen. Am späten Nachmittag landete die D-KKGG nach insgesamt 320 NM an diesem Tage auf einer Landepiste parallel zur Mittelmeerküste.


5. Mai, Bild des Tages: Flug über das Elbro Delta

Nachdem die beiden in nur 200 Meter Entfernung vom Flugfeld ein Hotel gefunden hatten, kehrten sie in einem Burgerlokal ein. Im Anschluss daran fanden sie eine Bar mit WLAN Verbindung und sendeten dem Webmaster die Bilder des Tages (von gestern und heute).
Im Telefongespräch über WLAN erzählten Manfred und Urs dass Hotelzimmer in Spanien nicht an die Qualität in Frankreich herankommen, aber nach den bisherigen Erfahrungen des Webmasters waren die WLAN Möglichkeiten in Spanien viel besser (-:

Jetzt warten sie gerade auf José der innerhalb der nächsten halben Stunde von Valencia (ca. 35 NM südlich) kommen wird und freuen sich auf Taifun Smalltalk unter Freunden.

Morgen steht der Flug nach Jerez auf dem Plan, beinahe der südlichste Punkt des spanischen Festlands. Bis jetzt ist die Taifun Besatzung froh es bis hierher geschafft und das schlechte Wetter hinter sich zu haben.
Sie haben endlich die sonnige Seite von Europa erreicht und Marokko ist zum Greifen nahe!!

 

Tag 6 / Etappe 5 (Donnerstag 6. Mai 2010)
Um 21:10 am Donnerstag Abend während ich bei Henk zu Besuch war um seinen Flug nach Haifa vorzubereiten, läutete plötzlich mein Mobiltelefon. Es ist Manfred:
„Du wirst es nicht glauben, ich sehe gerade vom Balkon aus den Sonnenuntergang am Mittelmeer. Wir sind im Hotel Puertobahía das gleich neben dem Strand von Valdelagrana in El Puerto de Santa Maria liegt.
Vor zwei Stunden etwa sind wir nach einem anstrengenden aber sehr schönen Flug von Castellon aus entlang der spanischen Küste am Flughafen von Jerez de la Frontera (LEJR) gelandet. Zuerst dachten wir, wir würden ein Hotel in der Stadt Jerez bekommen, aber da findet zwischen 2. und 9. Mai ein großes Fest statt und nennt sich Feria de Caballo was übersetzt das Pferdefest bedeutet. Das internationale Touristenbüro in Spanien hat es zu einer Feier mit internationaler Bedeutung erklärt. Du kannst dir also denken dass es jetzt in Jerez weit und breit keine freien Hotelzimmer mehr gibt. Wir haben uns daher ein Taxi genommen das uns nach El Puerto ca. 12 NM südwestlich des Flughafens von Jerez des Santa Maria gebracht hat. In diesem netten Hotel Puertobahía sind wir jetzt.


Jerez del la Frontera, Pferdeparade während der Feria del Caballo
Bild: Wikipedia

Heute haben wir eine lange Reise hinter uns. Nachdem wir in Castellon heute morgen um 11:00 starteten, sind wir in zwei Etappen und insgesamt 5 Stunden bzw 550 NM unter anderem die Städte Valencia, Cartagena, Malaga und den Touristenort Benidorm überflogen. Es ist interessant wie sich die Küstenstädte nach all den vielen Touristen an der Costa del Sol über die Jahre verändert haben.
Um ca. 14:00 legten wir in Almeria (LEAM) einen Tankstop ein und wechselten die Plätze. Während der ersten Strecke war ich der Pilot und danach übernahm Urs das Steuer. Derartige Wechsel haben wir bisher jeden Tag unternommen. Auf diese Weise können wir beide etwas entspannen und die wunderbare Aussicht genießen.
Auf dem Flughafen von Almeria erlebten wir erstmals auf unserer Reise richtig die Bürokratie. Kurz nach der Landung fuhr ein Wagen zu uns aus dem zwei freundliche Polizisten stiegen. Sie fragten uns nach allen mögliche Papieren (auch nach solchen von denen wir noch nie etwas gehört hatten). Dann kam ein Tankwagen mit Avgas und blieb in der Nähe stehen. Bevor der Typ bereit war nur einen Tropfen Treibstoffs herauszurücken, mussten wir ein Papier nach dem anderen herzeigen. Jedes einzelne Dokument wurde mit der Datenbank abgeglichen um zu sehen ob sie auch echt waren. Er überprüfte sogar die Versicherungskennzahlen und unsere Steuernummer. Alles in allem dauerte es über eine halbe Stunde bis wir die Erlaubnis hatten aufzutanken.
Obwohl Almeria ein verhältnismäßig großer Flughafen ist an dem scheinbar viele Bürokraten ihr Geld verdienen, waren die Landegebühren bloß € 5,65. Der Aufenthalt kostete uns allerdings einiges an Zeit: 2,5 Stunden. Nachdem wir damit nun Erfahrung gesammelt hatten, dauerte die gleiche Prozedur in Jerez nur halb so lange wie in Almeria…..
Nachdem wir diese Bürokratenattacke gut überstanden haben, sind wir auch sehr zuversichtlich dass wir so etwas in Marokko auch überleben würden.


6. Mai, Costa Blanca, die spektakuläre Felsformation von Penyal d’lfac ragt über 332 Meter aus dem Meer.
Aufgenommen aus dem Cockpit der D-KKGG.
Wenn sie mehr über diesen Penon d'Ifac wissen möchten, dann bitte diese PDF brochure downloaden (Englisch).

Gestern am Abend haben wir auch unseren spanischen Freund José getroffen der uns vor dem Burger King rettete und uns statt dessen zu einem wunderbaren spanischen Abendessen mit einer großen Auswahl an Fisch führte, ein super schöner Abend. Das gemeinsame Hobby Taifun hat uns hier zusammen geführt. Danke José!
Das Wetter ist schön und unsere Taifun läuft wie geschmiert. Hoffentlich haben wir euch heute wieder ein nettes Abendessen wenn Urs endlich mit dem Duschen fertig ist. Wir sind gut drauf. Wenn nichts dazwischen kommt, sind wir morgen in Marokko“.

 

Tag 7/ Etappe 6 (Freitag 7. Mai 2010)
Um 19:30 endlich der Anruf der beiden Taifun Piloten.
"Wir sind in Fez!!! Frag mich bitte nicht wie das Hotel heißt oder der Stadtteil. In Fez stehen die Häuser kreuz und quer verbunden durch schmale Gassen. Wir versuchen uns noch zu orientieren. Es ist alles sehr spartanisch hier. Das Hotel ist einfach aber mit einem kleinen ruhigen Innenhof.
Heute machten wir einen beeindruckenden Flug über die Straße von Gibraltar. Nachdem wir heute morgen einen Flugplan nach Tanger abgegeben hatten, starteten wir ca. 11:00 Ortszeit von Jerez und hatten ausgezeichnete Sicht (bis zu 40 km Flugsicht die eigentlich laut Wetterbericht maximal 8 km hätte sein sollen). Nach einem kurzen Flug landeten wir in Tanger und erledigten die Zollformalitäten. Die Leute und auch die Beamten waren sehr freundlich. In Tanger gaben wir einen Flugplan nach Fez ab und flogen zuerst 200 km entlang der marokkanischen Küste, danach landeinwärts Richtung Fez das am Fuße des Atlasgebirges liegt. Um ca. 16:00 landeten wir am Flughafen von Fez-Saïss, verzurrten die Taifun und schauten uns nach einem Hotel um. Morgen bleiben wir in Fez und Sonntag fliegen entweder nach Gibraltar oder nach Casablanca. Das hängt einerseits vom Wetter ab, andererseits davon ob wir die Erlaubnis bekommen in den Luftraum von Gibraltar einzufliegen. Das ist alles für heute fürchte ich da wir leider kein Bild des Tages schicken können. Grüße noch an Henk und an die Haifabesatzung. Manfred & Urs."


7. Mai Bild des Tages, D-KKGG auf Final Runway 28 Tanger (bild gesendet am 8. Mai als es wieder Internet gab)


Tag 8/ keinen Flug (Samstag 8. Mai 2010)

Oben: Fez, traditionelle Färberei und Ledergerberei. Bitte die Nase zuhalten! Für nähere Information über die Techniken des Gerbens in Fez siehe diese Website
(leider nur in Englisch)

Rechts: Springbrunnen mit tausend kleinen Mosaicsteinchen am Place Nejarine

Bilder: wikipedia


Um 16:15 Ortszeit kam wieder ein Anruf der beiden Taifun Piloten. Sie haben heute morgen das Hotel gewechselt und sind jetzt im wunderschönen Riad Fez Yamanda Hotel. Es ist wie in einem Traum im schönsten Zimmer auf der letzten Etage mit Blick auf die Medina (Altstadt) von Fez zu wohnen. Als euer Webmaster mit Manfred sprach, waren im Hintergrund die Geräusche der Stadt vermischt mit orientalischer Musik zu hören, fast wie in 1001 Nacht. Unsere zwei Piloten labten sich heute morgen an Kuskus und anschließend machten sie eine zweite Stadtbesichtigung durch die engen Straßen und Gassen der Medina. Ihr Guide Abdul, gerade mal 16 führte, sie auf eine Reise durch das Labyrinth. Ohne ihn hätten sich die beiden mit Sicherheit in den Gewirr von Häusern, Buden, Leuten und Gassen verlaufen. Es ist eine mittelalterliche Struktur aber interessant um zu sehen. Weil es ihnen so gut in der Medina von Fez gefällt, werden sie nicht morgen fliegen, sondern noch einen Tag bleiben. Am Montag geht es eventuell wieder in Richtung Gibraltar. Das hängt aber vom Wind ab, denn wenn er zu stark ist gibt es zu viele Turbulenzen und die beiden müssen sich ein anderes Flugziel suchen.
Das wird sich aber erst morgen weisen. Heute jedoch genießen sie die Stimmung von 1001 Nacht...


8. Mai, Bild des Tages: Aussicht auf die Medina von Fez vom Dachgarten des Hotels während des Abendessens.

Fez (auch Fès geschrieben) ist mit einer Million Einwohner nach Casablanca und Rabat die drittgrößte Stadt in Marokko, 300.000 Menschen leben im Zentrum. Die Stadt wurde von Caliph Idris I im Jahre 789 gegründet.

Seht euch die Schönheit und Pracht dieser mittelalterlichen Stadt in diesem Reisebericht auf youtube an

Übrigens, das Hotel in dem Manfred und Urs übernachten, kommt auch in diesem Bericht vor und zwar nach ca. 6 Minuten.

 

Tag 9 / Kein Flug (Sontag 9. Mai)
Noch ein Tag um sich in Fez umzusehen. Vielleicht haben unsere beiden Taifun Piloten auch so etwas ähnliches gesehen wie die traditionelle Hochzeit in der Medina von Fez auf dem youtube Film den der Webmaster gefunden hat.
Hoffentlich bekommen wir bald ein Foto des Tages ;-)


Traditionelle Hochzeit in Fez




Tag 10 / Etappe 7
(Montag 10. Mai)
An diesem Morgen findet euer Webmaster folgendes Email in der Mailbox:
Manfred: "Innerhalb der nächsten halben Stunde werden wir ein Taxi zum Flughafen von Fez-Saïss nehmen. Nach dem Vorflugcheck werden wir die nötigen Dokumente für den Flug zurück nach Tanger ausfüllen. In Tanger werden wir auftanken, die Zollformalitäten erledigen und nach einem Blick auf das Wetter weiter entscheiden wo wir hinfliegen. Es gibt mehrere Möglichkeiten: Portugal, die spanische Nordküste oder wieder zurück an die spanischen Südküste.
Lass dich überraschen!"


Satellitenwetterkarte, 10. Mai 12:00 Ortszeit

10. Mai, Prognose für den Abend

Nun wird der Webmaster versuchen zu raten wo die Reise heute hingehen wird.
1. Die spanische Nordwestküste scheidet wegen dem Wetter aus
2. Die spanische Südküste ist prinzipiell möglich, aber dort waren sie ja schon letzte Woche.
3. Porto (Portugal) wäre auch eine Alternative, das hängt aber vom morgigen Wetter ab.
4. Die spanische Nordostküste? Da wäre ein Korridor zwischen den Wolkengebieten!



Mein Tipp: Zum Teufel mit dem Wetter morgen. Der Korridor wird halten und die wollen sicher Portugal sehen.
Der Weg wäre erst von Tanger in Richtung Norden bis zum spanischen Festland, dann nach Nordwesten entlang der spanischen und später portugiesischen Küste bis Faro oder Lissabon um dort zu landen. Morgen ginge es dann weiter Richtung Nordosten über Spanien hinweg bis zur spanisch-französischen Grenze.
Wir werden sehen. Ich habe jetzt den Auftrag von meiner Frau bekommen im Haushalt und im Garten zu arbeiten……….

 

Um ca. 21:00 ein Anruf von der D-KKGG Besatzung um dem Webmaster alles Gute zum Geburtstag zu wünschen. Im Hintergrund waren Geräusche wie aus einem Kindergarten zu hören, aber es handelte sich um den Straßenlärm in einer marokkanischen Stadt. Sind sie noch immer in Fez? Dann war marokkanische Musik zu hören und das Hupen eines vorbeifahrenden Autos. Nach ein bisschen Geplänkel über das Alter waren wir wieder beim eigentlichen Thema: Der heutige Flugtag, ein Tag voller Überraschungen.

Manfred: "Heute Morgen sind wir zeitig aufgestanden und um 08:00 waren wir bereits unterwegs zum Flughafen Fez- Saïss. Dort wurden wir mit einer Bürokratie konfrontiert wie wir es bislang noch nicht erlebt hatten. (Als eine der drei Arten zu lernen, lernte die Haifa Crew auch durch Erfahrung) Wie sahen uns die Wetterbriefings an und entschlossen uns nach Tanger zu fliegen. Die Sicht beim Start in Fez und während des ersten Teils der Strecke war einigermaßen gut, aber währen des letzten Drittels auf unserem zweistündigen Flug über fast 200 NM wurde das Wetter dramatisch schlechter. Die Sicht verringerte sich minütlich und während der letzten 45 NM flogen wir sehr niedrig in einer Höhe von 100 bis 150 Metern über dem marokkanischen Sandstrand. Dort war die Sicht OK, aber die dunklen Wolken über uns wurden stets dicker und dicker. Dann begann es zu regnen und erst ungefähr 10 NM vor dem Erreichen des Flughafens von Tanger wurde das Wetter etwas besser. Nach dem Auftanken in Tanger blickten wir nochmals auf Wettervorhersage, dann ließen wir uns für die Entscheidung Zeit wohin wir als nächstes hinfliegen wollen.


Der erste Teil unserer heutigen Strecke: Die Landschaft Marokkos auf dem Flug von Fez nach Tanger aus der D-KKGG

 



Marokkanischer Strand aus der Nähe gesehen als das Wetter auf den letzten 60 NM auf dem Weg nach Tanger immer schlechter wurde




Tankstop in Tanger, hoffentlich ohne zusätzliches Wasser ;-)

Schließlich entschieden wir uns wegen der zu erwartenden Gewittertätigkeit in einigen Teilen der Region auf Nummer sicher zu gehen. Wir beschlossen nicht die Strasse von Gibraltar zu überqueren, sondern blieben statt dessen in Tanger. Morgen in der Früh werden wir uns das Wetter wieder genau ansehen und die verschiedenen Flugmöglichkeiten prüfen bevor wir eine Entscheidung treffen. Unsere heutige Entscheidung: Ein Tag länger in Marokko ist auch nicht verkehrt. Tanger ist eine schöne und interessante Stadt. Es ist daher keine Strafe einen weiteren Tag hier zu bleiben um noch etwas mehr von der marokkanischen Kultur zu erleben. Uns geht es gut, der Taifun geht es noch besser und heute Abend werden wir uns in der Innenstadt und im Hafen umsehen und das Nachleben erfahren.
Das war alles, schönen Abend und wir bleiben in Kontakt.
Grüße auch von Urs. Tschüss. "

Wollt ihr miterleben was Manfred und Urs sehen während sie in der Nacht durch Tanger spazieren (ein Hamburger bei McDonalds oder ein Drink im Green Club), dann klicke auf die 360° Panoramasicht (Macromedia Flash plugin benötigt)

 


Marokko, Tanger Complexe Dawliz McDonald's in Morocco 

 

 

Day 11 / Kein Flug (Dienstag 11. Mai)

Wir haben ein Problem……
Während einer Fahrradtour in Belgien zur Mittagszeit bekam euer Webmaster einen Telefonanruf von Manfred und Urs. Heute Morgen hat die Fez Crew ihre Sachen gepackt und ist vom Hotel in Tanger mit dem Taxi zum Flughafen Tanger gefahren. Dort wurde gerade der Flughafenmanager von einem Fernsehteam wegen eines besonderen Events interviewt. Dieses „besondere Event“ war die Schließung des Flughafens auf unbestimmte Zeit. Im nördlichen Teil Marokkos wurden einige Flughäfen (Casablanca, Tanger) wegen der Aschewolke des isländischen Vukans Eyjafjallajoekull der nun bereits vor sieben Wochen ausgebrochen ist geschlossen. Vor zweieinhalb Wochen wurde der gesamte europäische Luftraum für fast eine Woche geschlossen. Jetzt ist er wieder offen, aber die Asche kommt durch den südwestlichen Jetstream wieder zurück so wie man auf dem Chart auf der rechten Seite erkennen kann.
Obwohl die K-KKGG nicht in so großer Höhe fliegt, konnte sie so wie alle anderen Flugzeuge Tanger wegen dem geschlossenen Flughafen nicht verlassen.
Das marokkanische Luftfahrtministerium gab bekannt, dass die Behörden bis auf weiteres keine Flüge genehmigen und alle NOTAMs besagten an diese Situation werde mindestens bis 12:00 UTC andauern.






 

Und dann ein weiterer Anruf um 22:00 UTC.
Die Flughäfen sind noch stets geschlossen. Um 11:45 UTC hoffte die D-KKGG Besatzung noch auf eine Startgenehmigung weil es noch keine NOTAM für nach 12:00 gab. Aber als sie einen Flugplan für 12:30 aufgeben wollten, teilte ihnen die Flughafenbehörde mit, dass wegen einer Bekanntgabe des Ministeriums heute keine Flüge mehr stattfinden werden. Während der Webmaster diese Zeilen schrieb hat sich die Zahl der geschlossenen Flughäfen in Marokko vergrößert und die Schließungen bleiben zu mindest bis morgen 06:00 UTC aufrecht.
Manfred und Urs entschieden sich nun wieder zurück in die Stadt Tanger zum Hotel zu fahren in dem sie die letzte Nacht verbracht hatten. Leider war aber dort kein Zimmer mehr frei und daher suchten sie nach einem anderen Hotel. Sie wurden in der Nähe des Hafens im Hotel „Continental“ fündig und packten ihre Koffer für eine weitere Nacht in Tanger aus. Das Continental war nicht mit modernen westlichen Maßstäben zu messen, aber es hatte historisches, französisches Kolonialflair. Es erinnerte an frühere Zeiten und man hatte fast das Gefühl Hemmingway würde demnächst durch die Türe kommen wären da nicht ständig die vorbeifahrenden Lastwagen gewesen.




Tanger damals und heute. Oben: Tanger Boulevard 2010, heute von unseren Piloten fotografiert. Unten: Fast die gleichen Gebäude vom selben Blickwinkel aus fotografiert, aber diesmal auf einer zig Jahre alten Ansichtskarte. Diese Karte wurde ebenso heute von unseren Piloten in einem Geschäft auf dem Boulevard fotografiert.

 


Heute haben Manfred und Urs getrennte Wege für eine Erkundung der Stadt genommen. Manfred hat es in den Hafen verschlagen wo er die ankommenden Fischerboote beobachtete und von denen frisch gefangener Fisch in die Stadt transportiert wurde. Bei einem Fischstand entschied er sich essen.
Während er den Fisch genoss war am wunderschönen Himmel keine Aschwolke zu sehen.


Fischer im Hafen vom Tanger heute Nachmittag


Manfreds Vorspeise heute Nachmittag: Shrimps frisch vom Meer. Nach diesem herrlichen Vorgericht wurde die Hauptspeise serviert: Eine Variation aus Fisch der heute in der Bucht von Tanger gefangen wurde.



Zur gleichen Zeit in Europa bereitete sich euer Webmaster eine Mahlzeit zu ohne in der Nähe eines Hafens zu sein: Marokkanisches Tajine, gekochter Reis mit gerösteten Cashew; gekochtes Rindfleisch in einer Mischung aus Honig, Pflaumen, Äpfel, Aprikosen und verschieden Gewürzen. Konfuzius hat es geschmeckt ;-)

 


Was wird der morgige Tag bringen? Werden sie Tanger verlassen können? Wer weis?
Wie der Araber sagen: Inshallah!





Day 12 / Stage 8 (Mittwoch 12. Mai)
Heute Morgen war das Glück wieder auf der Seite der Fez Crew. Die Aschewolke zog unerwartet in eine andere Richtung und der Flughafen von Tanger wurde wieder geöffnet. Um 08:00 war es dort ein bisschen chaotisch. Das Wetter war nicht besonders gut und zuerst wollten sie nach Alicante fliegen, aber ATC verweigerte die Annahme des Flugplans weil wegen der gestrigen Schließung zu viel los war. D-KKGG gab daher ein Flugplan nach Almeria (LEAM) in Spanien auf.
Später am Morgen startete die D-KKGG und nahm Kurs auf Europa wieder in Richtung Heimat. Zuerst machten sie eine langgezogene Kurve für eine letzte Sicht auf Tanger von oben und erkannten auch einige Plätze die sie besucht hatten wie etwa den Hafen und den Boulevard. Anschließend nahmen sie Kurs auf Ceuta, eine spanische Enklave auf marokkanischem Gebiet und von Ceuta überquerten sie die Straße von Gibraltar bis zum spanischen Festland. Die Flugverkehrskontrolle in Gibraltar gab ihnen die Anweisung wegen dem starken Flugverkehr Richtung Osten zu fliegen und dann waren sie bereits so weit östlich von Gibraltar dass sie beschlossen Kurs auf Almeria zu nehmen da es nach dem Umweg näher gelegen war als Gibraltar. Nach ungefähr einer Stunde Flug über Wasser war Almeria in Reichweite. Manfred: „Wenn Henk vier Stunden über Wasser fliegen kann, dann können wir das ohne Probleme eine Stunde lang.“ Wegen der schlechten Wetterbedingungen und aus Zeitmangel müssen Manfred und Urs die Reise nach Hause leider zum Großteil auf der gleichen Route wie bei der Hinreise führen, aber in der Gegenrichtung natürlich.
Das Wetter ist gerade nicht besonders gut. Besonders der Tankstop auf dem Flughafen von Almeria bei Gegenwind von 60-80 km/h war sehr aufregend.
Urs: „Almeria war eine eigene Geschichte. Obwohl die Sicherheit stets gewährleistet war, hatte ich kalte Schweißhände. Es ist ein verdammt komisches Gefühl wenn sich der Boden unter deinem Motorsegler bei so geringer Geschwindigkeit wie heute bewegt. Die wahre Windstärke merkten wir erst als wir am Asphalt rollten. Um vorwärts zu kommen und zum Vorfeld zu rollen mussten wir Vollgas geben. Als wir aus dem Cockpit stiegen wurden wir beinahe umgeblasen! Das gleiche beängstigende Gefühl hatten wir wieder beim Abheben, schon eine außergewöhnliche Erfahrung auf so kurze Distanz und bei so geringer Geschwindigkeit über Grund abzuheben.“ Manfred: „Der Wind war so stark, wir trauten uns auf dem Flugplatz von Almeria zuerst nicht aus dem Flugzeug. Daher blieb Urs in der D-KKGG sitzen während ich eincheckte und die Zollformalitäten erledigte. Apropos handling: Wir wussten nicht, dass man bei der Ankunft in einem Schengenland wenn man von einem Land das nicht Mitglied von Schengen ist wie z.B. Marokko startet, eine Handling Agentur braucht. Piloten sollten wissen dass man diese am besten drei Stunden vor dem Abflug hat. Der Angestellte in Almeria war glücklicherweise kulant und berechnete uns die Hälfte des Preises den üblicherweise Air Berlin bezahlt einschließlich dem Gratistransport von und zum Flugzeug.“

Urs: „Wir sind jetzt auf alle Fälle in Castellon ca. 500 NM von Tanger entfernt im gleichen Hotel wie letzte Woche. Morgen, nach einer angenehmen Bettruhe, wird Manfred dir einige Bilder vom heutigen Tag schicken.“

Manfred, die treue Seele schickte tatsächlich am frühen Morgen des 13. Mai einige Bilder an den Webmaster. Hier sind sie:

 


Retourflug von Tanger nach Spanien. Im Hintergrund kann man deutlich den Felsen von Gibraltar sehen

 

 


Abendstimmung kurz vor der Ankunft in Castellon, die heutige Endstation. Die Stadt im Hintergrund ist Valencia.

 

 


Anflug auf die Piste 08 am Flughafen von Almeria mit sehr starkem Gegenwind.

 

Tag 13 / 9. Etappe (Donnerstag, 13. Mai)
09:00 Ortszeit, ein Anruf von Manfred:
„Wir sind bei einem sehr bekannten Hamburger Restaurant in der Nähe des Flughafens von Castellon und haben gerade einen Cheeseburger zum Frühstück als Stärkung für den heutigen Tag verzehrt.
Unser Plan für heute ist die erste Teilstrecke zur spanisch-französischen Grenze. Dort werden wir auftanken und nachdem wir das Wetter unter die Lupe genommen haben weiter entscheiden was wir als nächstes tun. Unser ursprünglicher Gedanke war entlang der atlantischen Westküste von Frankreich entlang zu fliegen, aber es wird von Schauern und möglichen Gewittern in Toulouse berichtet. Wir waren uns daher nicht sicher. Eine Alternative wäre in der Nähe der Grenze zu bleiben, aber wenn möglich werden wir versuchen eine weitere Teilstrecke über oder entlang dem Massiv Central mehr nach Norden zu gelangen. Wir werden dich später wissen lassen wohin wir geflogen sind.
Tschüss und alles Gute.“

Tja Manfred & Urs alles Gute und vor allem gutes Wetter für euch heute.
Grüße Leo.

 

Um 20:30 Ortszeit dann wieder ein Anruf von Manfred, im Hintergrund ein Menge Lärm:
„Hi Leo, wie du hörst sind wir an einem Ort mit ziemlich vielen Leuten. Es ist eine Tapasbar in Barcelona die AMT gehört.
Heute Früh sind wir um 10:30 Ortszeit in Castellon de la Plana gestartet und quer durch Spanien in Richtung der französischen Grenze geflogen. Während des Starts in Castellon war das Wetter gut, aber je näher wir an Barcelona kamen desto schlechter wurde die Sicht. In der Entfernung waren auch einige dunkle Regenwolken und sogar Gewitterwolken zu sehen. Wir sind an Sabadell (LELL) in der Nähe von Barcelona vorbeigeflogen und dachten wir könnten über die Grenze fliegen oder zumindest die dunklen Wolken umfliegen. Nach zwei Versuchen mussten wir jedoch aufgeben, sind zurück nach Sabadell und nach bloß zwei Stunden Flug wieder gelandet. Während wir zum Parkplatz rollten, sahen wir einen anderen Motorsegler. Es war eine Stemme S 10 neben der wir parkten. Wir fragten uns was der Motorsegler in Sabadell zu suchen hat und trafen etwas später zwei Herren die gerade in einem Telefongespräch mit Stemme in Berlin waren. Es stellte sich heraus, dass sie nach Helsinki fliegen wollten aber auch schon nach 60 Kilometern wegen dem Wetter wieder umkehren mussten. Sie riefen wegen einem Transport ihres Motorseglers an. Wir hatten einige Probleme wegen dem Handling am Flughafen, denn es war nicht einfach jemanden zu finden der außer Spanisch noch Englisch sprach….
Obwohl die Wettervorhersage für Morgen auch nicht besonders gut ist, sind wir in bester Stimmung. Wir brauchen wahrscheinlich etwas mehr Zeit um zurück nach Berlin zu kommen. Auf der anderen Seite haben wir, wenn wir wegen dem schlechten Wetter nicht fliegen können, eine gute Möglichkeit uns Barcelona anzusehen.
Wir werden einfach morgen entscheiden. Können wir nicht fliegen, sehen wir uns in der Stadt um.
Wenn das Wetter auf unserer Seite ist, können wir in zwei Tagen in Berlin sein. Wir haben also etwas Luft.
Wir lassen dich morgen wissen was wir machen und senden dir zwei Bilder von heute.
Grüße Manfred & Urs.“

 


Die Gewitterwolken die unsere D-KKGG zur Rückkehr nach Sabadell/Barcelona zwang






Die beiden Verbrechenskomplizen der D-KKGG Crew in der Tapasbar, einige Minuten nach dem Telefonanruf heute Abend.
Wegen dem Wort „Verbrechen“ im Text war sich unsere Zensurabteilung nicht sicher ob das Bild veröffentlicht werden kann.
Eine Variante wäre gewesen das Bild mit einem schwarzen Balken über die Gesichter zu verwenden, aber da wir die beiden Piloten als ehrlich, vertrauenswürdig und unbescholten kennen entschieden wir das Bild unzensuriert zu publizieren. Damit sehen die Leute auch wie viel Freude es macht mit dem Taifun Motorsegler hinzufliegen wo man will.
Wir fragen uns hier in der Redaktion noch stets was das V-Zeichen von Manfred bedeutet: V von Valencia, aber die sind ja in Barcelona; oder vielleicht haben wir es völlig falsch verstanden und ist das ein Zeichen an den Ober noch zwei Schüsselchen Oliven zu bringen…………;-)

Übrigens, vielen Dank an den Unbekannten Fotografen!

 

Tag 14 / Kein Flug (Freitag 14. Mai)
So wie unsere zwei Piloten bereits gestern vermuteten, war das Wetter heute morgen (und den Rest des Tages) zu schlecht für einen Flug und daher beschlossen sie sich in Barcelona umzusehen. Während euer Webmaster den unterirdischen Bunker des zweiten Weltkrieges in Nordfrankreich erforschte, erkundeten Manfred und Urs das Zentrum dieser attraktiven Stadt im Norden Spaniens. Es regnete die ganze Zeit bis Mittag während Manfred und Urs durch die Innenstadt spazierten. Erst am Nachmittag als der Himmel etwas weniger grau war machten sie eine organisierte Stadtrundfahrt. Mit Temperaturen von 5° C dachte unsere Fez Crew sie wären im kalten Norwegen anstatt im mediterranen Barcelona. Am Abend stand ein weiterer Besuch in einer Tapasbar am Programm auf diesem Nichtflugtag. Hoffentlich spielt der Wettergott morgen mit damit sie die Reise Richtung Norden antreten können.


"During today's sightseeing tour in Barcelona: Antoni Gaudi's famous architecture"

 

Barcelona ist die Hauptstadt der Comunidad Autónoma de Cataluña (die autonome Gemeinschaft von Katalonien), eine der 17 autonomen Regionen in Spanien. Mit etwas mehr als 1,6 Millionen Einwohner (Stadt selbst) ist sie das zweitgrößte städtische Einzugsgebiet in Spanien und in Europa das sechstgrößte. Der Name der Stadt stammt von der „Julia Augusta Paterna Faventia Barcino“, dem römischen Namen der Stadt im Jahre 218 vor Christus.
Neben den römischen Legionären beheimatete die Stadt 6.000 Menschen. Sie ist im Nordosten von Spanien auf einer Art Plateau gelegen und von Bergen, zwei Flüssen und dem Mittelmeer umgeben.


Die Stadt hat eine Reihe von touristischen Attraktionen wie z.B. die Sagrada Familia Kirche, den Torre Agbar und das Nou Camp Fußballstadion.

Barcelonas Hauptflughafen ist Aeropuerto El Prat (LEBL) ca. 10 km südlich der Stadt. Es ist Spaniens zweitgrößter Flughafen mit mehr 25 Millionen Passagieren und hauptsächlich Tourismusflügen. Sabadell Flughafen (LELL) wo auch die D-KKGG gestern landete, ist wesentlich kleiner und liegt ca. 20 km nordwestlich von Barcelona. Dort finden hauptsächlich Kleinluftfahrtgeschäft und Pilotentrainings statt.


Panoramasicht auf die Stadt mit Torre Agbar auf der rechten Seite
Schloss der drei Drachen/Palmen am Strand
La Sagrada Familia bei Nacht/Camp Nou Fußballstadion
Strand von Barcelona

 


7 Minuten youtube Video mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Barcelona

 

Tag 15 / Etappe 10 (Samstag 15. Mai)
Um 21:53 bekommt euer Webmaster, nachdem er eine Autofahrt von 600 km und eine Tour durch den Bunker in Nordfrankreich hinter sich hatte und etwas müde war, ein SMS auf seinem Mobiltelefon. Es war von Manfred & Urs die fragten, ob es OK wäre wenn sie heute Abend anrufen.
Natürlich war das in Ordnung, schließlich wollte ich ja auch wissen ob sich das Wetter in Barcelona gebessert hat und wohin in sie weiter geflogen sind.
Nachdem ich das SMS beantwortet hatte, rief einige Minuten später Manfred an. So wie vor zwei Tagen waren im Hintergrund viele Geräusche wie Lachen und Schreien zu hören.
„Hallo Leo, wir sind es wieder.“ Darauf hin sagte euer Webmaster: „Hi Manfred, den Geräuschen zu urteilen seid ihr noch stets in einer Tapasbar in Barcelona ;-)“
Aber euer Webmaster hat wieder einmal falsch geraten.
Manfred: „Nein, wir sind nicht in einer Tapasbar in Spanien, wir sind in einem Hotelrestaurant in Frankreich. Wir sind heute Morgen früh – ca. um 06:30 – aufgestanden, haben die Vorhänge aufgezogen und es war Sonnenschein und blauer Himmel. Heute war der richtige Tag um von Barcelona wegzufliegen. Wir haben sodann gefrühstückt und nahmen ein Taxi zum Flughafen. Als wir dort vor 08:00 eintrafen, war er noch geschlossen. Wir hatten das Wetter schon auf dem Internet begutachtet und sahen uns noch ein paar Karten an wie weit wir heute fliegen könnten. Um 09:00 waren wir am Flughafen Sabadell abflugbereit nach Frankreich. Während der ersten Teilstrecke über die Pyrenäen machte uns starker Wind zu schaffen, daher stiegen wir höher um so weit als möglich über den Turbulenzen zu fliegen. Während zwei Drittel der Strecke hatten wir sehr starken Gegenwind von 20-30 Knoten. Nach dem wir die spanisch-französische Grenze überquert hatten, beschlossen wir auf dem Castres-Mamazet Flugfeld (LFCK) zu landen.

 


" D-KKGG als die Spanisch-Französischen Grenze passiert wurde, starker NW Wind und Leewellen über den Pyrenäen"

 

Wir waren bereits mehr als zwei Stunden geflogen und wollten eine Pause machen und auftanken. Doch außer einem Radio das im Flughafengebäude spielte war keine Menschenseele zu sehen. Es gab dort weder Treibstoff noch zu Essen, also waren wir eine halbe Stunde später wieder in der Luft. Wir flogen weitere 90 NM und landeten schließlich nach fast einer Stunde auf dem Flugfeld von Brive-la-Roche (LFBV). Es war wieder ein sehr kleiner Flughafen, aber diesmal mit einem vernünftigen Wetterservice und AVGAS. Wir füllten den Tank und checkten nochmals das Wetter um zu sehen was wir auf der nächsten Teilstrecke durch Frankreich zu erwarten hatten. In der Massif Central Region war es wolkig und grau. Wir entschieden uns daher in nordwestliche Richtung zu fliegen und anschließend flogen wir eine Stunde lang bis zum internationalen Flughafen von Limoges-Bellegarde (LFBL). Von dort aus ging es weiter 100 NM Richtung Nordosten bis zum Flugfeld von Aubigny-sur-Nérr (LFEH) um aufzutanken. Danach flogen wir eine weitere Teilstrecke von 100 NM Richtung Nordosten und landeten um ca. 19:45 Ortszeit in Troyes-Barberey (LFQB) ungefähr 5 km nordöstlich vom Stadtzentrum von Troyes entfernt in der Champagnerregion (140 km südöstlich von Paris) gelegen.

 


Das Wetterbild von heute, aufgenommen um 14:00. Es zeigt die Flugroute der D-KKGG
und wie sie das Tief über dem Massif Central umkurvte.

 

 

Nach der Landung und dem Einparken nahmen wir dieses Mal kein Taxi ins Stadtzentrum. Wir dachten es wäre schwierig heute spät abends ein Hotelzimmer zu finden und da war auch ein Novotel genau neben dem Ende der Piste 36. Wir packten also unsere Sachen und gingen die paarhundert Meter dorthin. Jetzt gerade füllen wir unseren leeren Magen im Hotelrestaurant. Danach gehen wir ins Bett damit wir nach einer guten Nachtruhe für den langen morgigen Tag ausgeschlafen sind. Also bis bald, wir werden dich Sonntag spät am Abend anrufen.“

Tag 16 / Etappe 11 (Sontag 16. Mai)
Nach dem gestrigen Marathonflug von über 550 NM wird die Fez Besatzung mit der D-KKGG wahrscheinlich nach einem weiteren Langstreckenflug Berlin erreichen.
Der heutige Flug wird sie unter anderem über die Maginot Linie in der Näher der französisch-deutschen Grenze bringen, dort wo euer Webmaster vor zwei Tagen unter der Erde war. Manfred und Urs werden versuchen von einem der Bunker ein Foto aus luftigen Höhen zu nehmen ;-)


Bunker an der Maginot Festungs-Linie und Ausblick auf die umliegende Landschaft mit Wald und gelbem Rapsfeld.
Fotografiert von Webmaster Leo am 14. Mai (vor zwei Tagen).
Die heutige Wetterprognose sieht gut aus. Die D-KKGG wir sehr wahrscheinlich dieses Gebiet überfliegen um später am Abend auf dem Flughafen von Oehna (Berlin) zu landen.


 

Um 20:40 Ortszeit erhielt euer Webmaster einen Telefonanruf. Es ist Manfred:

„Hallo Leo, meine Frau sagte mir ich soll meinen Webmaster anrufen J . Hier bin ich also mit den letzten Neuigkeiten von der Reise. Heute morgen sind wir sehr früh in Troyes gestartet und ein weites Stück über die französich-deutsche Grenze zum Flugfeld Koblenz-Winningen (EDRK) geflogen, dort wo das diesjährige Taifuntreffen stattfinden wird. Kaum waren wir in EDRK gelandet, kam auch schon ein Pilot zu uns und fragte: „Seid ihr die Leute die nach Marokko geflogen sind?“ Es war Christian Müssemeyer, ein Freund von Henk Dumont der gerade in Israel ist.

Gestern hatten wir starken Gegenwind. Heute dagegen war Äolus auf unserer Seite und durch den Rückenwind konnten wir schneller fliegen. Wir hatten heute einen guten Flug und benötigten 4,5 Stunden für die etwas über 800 km von Troyes nach Berlin. Auf dem letzten Teil der Strecke von Koblenz-Winningen nach Oehna war es das reine Vergnügen die Taifun mit voller Geschwindigkeit nach Hause zu fliegen. Schließlich landeten wir in Oehna um 16:00 Ortszeit und hatten genug Zeit um Spargel für unser Abendessen zu Hause zu kaufen.

 


„Oehna Info, D-KKGG, VFR von Fez nach Oehna im rechten Queranflug Piste 26, zur Landung“

Wir waren mit der Leistung unserer Taifun auf der langen Reise nach Marokko mehr als zufrieden. Reisen macht richtig Freude!“ Dann eine Frauenstimme im Hintergrund wegen dem Abendessen:

„Manfred, der Spargel ist fertig!“

Nun, meine Lieben, das war’s. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht euch auf der Reise nach Marokko zu begleiten und täglich während der letzten zwei Wochen die Neuigkeiten zu berichten. Konfuzius hat seine Sache gut gemacht und auf Manfred, Urs und die D-KKGG gut aufgepasst. Sie sind wieder sicher nach Hause gekommen und haben viel erlebt und können einiges erzählen. Konfuzius sagt auch, dass Erfahrung eine der Wege ist um Weisheit zu erlangen! Bis zum nächsten Mal. Grüße Leo

Übersetzt von Werner Reinhofer

 

VFR Charts für Marokko
(bitte die Thumbnails anklicken für Grossversionen)


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