Der Weg ist das Ziel
(Geilenkirchen-Haifa-Geilenkirchen)

von webmaster Leo


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Am 8. Mai (vorausgesetzt die Wetterbedingungen sind zureichend) werden zwei Taifun Besatzungen einen gemeinsamen Flug von Deutschland nach Israel antreten. Alle Piloten freuen sich schon auf dieses einmalige Erlebnis. So wie der große chinesische Philosoph Konfuzius schon vor 2500 Jahren sagte: „Zih Yu Dao“ – „Der Weg ist das Ziel“.
Weiter unten findet ihr noch Information zum Flug. Ab 8. Mai gibt es dann täglich aktuelle Neuigkeiten auf unserer Homepage.


Die Haifa Haifa Besatzung vor der D-KGAN am 25. April am Geilenkirchen NATO Stützpunk,
von links nach rechts: Henk Schoenmakers, Gunter Hartleb, Henk Dumont und Hans-Peter Gottlob

Preparations for a journey (Sontag 25. April)
Am Sonntag den 25. April 2010 haben die deutschen Piloten Gunter Hartleb und Hans-Peter Gottlob mit ihrem Motorsegler D-KGAN die beiden holländischen Piloten Henk Dumont und Henk Schoenmakers auf dem NATO Luftwaffenstützung in Geilenkirchen getroffen. Während Geilenkirchen der Heimatflughafen von Henk Dumont ist (D-KFDI musste also den Horst nicht verlassen), kam Henk Schoenmakers begleitet von seiner Frau mit seiner Super Dimona (D-KDRK) von Nordhorn-Lingen (EDWN) nahe der deutsch-holländischen Grenze ca. 100NM nördlich von Geilenkirchen.
Grund für dieses Treffen der vier Piloten zum Auftakt der Flugsaison war die Besprechung des bevorstehenden Fluges nach Israel. Karten, Flugpläne, Papiere und andere wichtigen Unterlagen wurden ausgetauscht. Während sich andere Leute und Zuschauer in erster Linie auf Windenstarts, Modellflugzeuge oder den besonderen Besucher die Flying Flee Ultralight konzentrierten, waren die Taifunbegeisterten nur an einer Sache interessiert: Den Flug nach Haifa.
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8 Tage vor dem Start (Freitag 30. April)
Heute ist in Holland Königinnentag, ein nationaler Feiertag zum Geburtstag der Mutter der Königin. Zeit für einen Besuch unseres Webmasters bei Henk um alles zu besprechen. Die Pläne für den Flug nach Israel liegen schon seit einiger Zeit in der Schublade bereit, aber heute haben die beiden Piloten beschlossen noch einen zusätzlichen Tankstop auf der 4. Etappe auf der griechischen Insel Mykonos einzuplanen.
Hier ist der momentane Flugplan nach Haifa (einfache Strecke über 1800NM/3350km):



1. Etappe: Samstag 8. Mai 2010
Geilenkirchen/Mönchsheide >>> Pula LDPL (Kroatien)
Henk Schoenmakers und Henk Dumont starten um ca. 08.00 Ortszeit vom
Geilenkirchen NATO Stützpunkt mit der D-KFDI und fliegen ca. 150 NM nach Südosten zum Tankstop nach Mosbach-Lohrbach (EDGM).

Hans-Peter Gottlob und Gunter Hartleb starten mit der D-KGAN von Mönchsheide und fliegen ca. 100 NM mit südlichem Kurs nach Mosbach-Lohrbach (EDGM) ohne jedoch dort zu landen.
Im Formationsflug geht es dann weiter südwärts ca. 350 NM zum Etappenziel, dem Flugfeld von Pula im Südteil der Halbinsel Istrien (Nordkroatien).


2. Etappe: Sontag 9. Mai 2010
Pula LDPL >>> Kérkira LGKR (Griechenland)
Nach einem Flug entlang der kroatischen und albanischen Küste mit südlichem Kurs am Rande der Adria werden beide Taifuns nach ca. 440 NM (ca. 4 Std. Flugzeit) am Flugfeld von Kérkira (LGKR) auf Korfu landen.

3. Etappe: Montag 10. Mai 2010
Kérkira LGKR >>> Rhodos LGRP (Griechenland)
Heute ist der Geburtstag von unserem Webmaster, aber dies wir die Besatzungen der Taifuns nicht interessieren, denn sie werden sich auf diese 3. Teilstrecke auf der Reise nach Israel konzentrieren. Nach 450 NM (etwas über 4 Stunden Flugzeit) werden die Flugzeuge nach dem Start von Kérkira LGKR im Nordwesten von Griechenland auf dem Flugfeld von Rhodos LGRP im Südosten Griechenlands landen. Der erste Teil der Route erfolgt entlang der griechischen Küste, der zweite Teil wird ohne Sicht auf das Festland entlang einiger Inseln über die Ägäis führen. Auf der Insel Mykonos erfolgt ein Tankstop damit Rhodos mit genügend Treibstoffreserven angeflogen werden kann.

Stage 4: Tuesday May 11th 2010
Rhodos LGRP >>> Haifa LLHA (Israel)
Diese letzte Teilstrecke der Hinreise ist die aufregendste, aber auch zugleich die schwierigste. Wieder werden 430 NM zurückgelegt und zwar über Wasser soweit das Auge reicht. Das einzige Land in Sicht, mit Ausnahme von Start und Landung natürlich, wird im letzten Drittel des Fluges die Insel Zypern sein.



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D-DAY

Konfuzius meditiert auf den Flügeln der D-KFDI heute morgen kurz vor dem Start.
Konfuzius wacht über beide Piloten während diese über die Flugzeuge wachen.


Tag 1 / Etappe 1 (Samstag 8. Mai)
Heute morgen um 10:30 Ortszeit trafen sich die beiden Piloten, deren Ehefrauen, der Webmaster, ein Bekannter und der chinesische Philosoph Konfuzius auf dem NATO Stützpunkt Geilenkirchen. Nach einigem Plaudern gingen alle zum Hangar wo Henk die Türe geöffnet hatte damit die Taifun schon etwas frische Luft bekommen konnte. Die Taschen wurden eingepackt, wieder ausgepackt und wieder eingepackt und schließlich in der D-KFDI ohne zusätzlichen Gramm unnötigen Zeugs verstaut. Aber wer braucht schon eine Reservepinzette in Israel? Die Chance sich während des Fluges einen Schiefer im Daumen einzuziehen sind fast Null.

Dann noch ein Telefonat, ein paar extra Liter Sprit, noch ein Telefonanruf, ein Blick auf die Flugkarte und die Anflugkarten des heutigen Zielflughafens und die D-KFDI war bereit um aus dem Hangar gezogen zu werden. Nach abschließendem Check stiegen die beiden Piloten in das Cockpit das für die nächsten zwei Wochen ihr zu Hause sein wird – zumindest während des Tages - und dann war bereits das Brummen des Motors zu hören.
Brrrrrr brrrrrrr brrrrrrr mir ist so kalt. Brrrrrr brrrrrr brrrrr ich will nach Haifa !!!

 


Ein letzter Blick auf die heutige Route



Ein Anruf vom befreundeten Pilot Michel Mulder der ihm alles Gute wünscht



Anruf zur D-KGAN Besatzung in Mönchsheide

Die D-KFDI wird aus dem Hangar gezogen




Wegen der Wetterbedingungen über den österreichischen Alpen musste der ursprüngliche Plan nach Pula (Croatia) zu fliegen geändert werden. Die erste Etappe wird die beiden Taifuns nach Schärding-Suben in Österreich führen und hoffentlich findet sich morgen Früh ein Korridor Richtung Süden über die Alpen. Die Vorhersage für heute ist nicht gut, aber morgen stehen die Chancen nach Kroatien zu fliegen gut. Das bedeutet sie benötigen für diese Strecke zwei Tage anstatt einen Tag. Aber wie Konfuzius schon vor 25 Jahrhunderte sagte: „Es ist nicht wichtig wie langsam man geht, solange man nicht stillsteht.“


Die heutige Wetterkarte. Keine Chance um über die österreichischen Alpen zu kommen.

 


Streichelt den Propeller.
Das Schätzchen muss sie nach Haifa bringen.




Händeschütteln. Auf Wiedersehen!




Henk Schoenmakers steigt in die Taifun

Schließlich wir die Cockpitabdeckung geschlossen

 

Um 11:40 wird die Cockpitabdeckung geschlossen und der Motor brummte in den Startlöchern. Ein paar Minuten später rollten Henk & Henk zur Piste 09, startbereit. Ein paar Sicherheitschecks, Klappenchecks, Funkgerätechecks und um 11:50 wurden die Bremsen gelöst und die D-KFCDI setzte sich mit voller Kraft in Bewegung in Richtung Westen. Nach ca. 300 Meter, eigentlich mehr als üblich (wahrscheinlich das Gewicht eines extra Koffers mit Pinzetten) hob die Maschine vom Asphalt ab und die D-KFDI war in der Luft auf dem Weg nach Schärding-Suben LOLS (Österreich).


ETNG, 8. Mai um 11:51, auf zum Flug nach Haifa ...


Ein Anruf um 15:30 von Elly: Um 15:15 Ortszeit (13:15 UTC) landeten beide Taifuns sicher auf dem Flugfeld von Schärding-Suben LOLS in Österreich. Wetter und Sicht während des ersten Drittels des Fluges waren nicht besonders gut, aber nach Koblenz klarte es auf und die Sicht wurde besser. Beinahe Windstille in der Nähe von LOLS waren die perfekten Voraussetzungen für die Landung.

Wenn man das Bild unten, welches die Besatzung der D-KGAN schickte, betrachtet, stellt sich eurem nüchternen Webmaster die Frage: „Ist LOLS eigentlich die richtige ICAO Bezeichnung für den Flughafen, oder sollte es nicht besser LOL (Laughing Out Loud) sein?"


8. Mai, 15:39 Ortszeit, die Haifa Besatzung bei der Wetterstation (LOLS / Schärding-Suben, Österreich)



PS, Detlef, vielen Dank für deine Bemühungen heute Morgen !


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Tag 2/ Etappe 2 (Sontag 9. Mai)
Um 13:45 läutet das Telefon. Es ist Hans-Peter Gottlob: „Wir haben die Alpen überquert. Das Wetter ist gut und wir sind am Flughafen von Pula gelandet. In Kürze werden wir den Tank auffüllen und wieder Richtung Dubrovnik aufbrechen. Die Flugzeit beträgt etwa vier Stunden.“
Henk Dumont: "Ja, das Wetter heute morgen beim Start in Schärding-Suben war gut. Während des Fluges über die Alpen wurde es etwas grau aber die Sicht war ausreichen. Wir flogen über Mariazell, dann Graz und über Ljubljana ging es bei ausgezeichneten Wetterbedingungen weiter in Richtung Pula. Die Entscheidung gestern in Österreich zu verbleiben war absolut richtig. Wie haben jetzt das schlechte Wetter hinter uns und sind in bester Stimmung ;-). Bis bald, wir fliegen jetzt los."

 


Gestern, Abendessen auf dem Flugfeld Schärding-Suben


Heute auf dem Weg von Österreich nach Kroatien


09:58 heute morgen. D-KGAN fliegt über Österreich

 


D-KGAN überquert die Alpen


Zur gleichen Zeit im Cockpit der D-KFDI


D-KFDI im Anflug auf die Piste 27 des Flughafens von Pula (Kroatien)



Spät am Abend kam wieder ein Anruf von Hans-Peter:
„Hallo Leo, wir sind’s wieder. Wir haben es bis nach Kerkyra/Korfu (LGKR) in Griechenland geschafft. Nach unserem Tankstop in Pula sind wir ungefähr 4 Stunden unter besten Wetterbedingungen geflogen. So wie Henk schon am Nachmittag erzählt hat, sind wir sofort nach dem Auftanken Richtung Süden weitergeflogen. Ich gebe jetzt das Telefon an Henk. Er wird noch ein bisschen mehr erzählen.“


Ein Uhr nachmittags, Auftanken in Pula



Henk D.:
" Mit starkem Rückenwind war unsere zweite Teilstrecke eine sehr gute Übung für unsere letzte Etappe: Der Flug von Rhodos nach Haifa über das offene Meer. Wir haben vom ATC die Genehmigung erhalten direkt von Pula nach Kerkyra zu fliegen. Die 4 Stunden sind wir dann beinahe zur Gänze übers Wasser geflogen. Es hat keinerlei Probleme gegeben. So wie bereits Hans-Peter sagte: Eine ausgezeichnete Übung für die Strecke nach Haifa über das offene Meer. Auf den letzten 10 NM vor dem Ioannis Kapodistrias Flughafen hier auf Korfu haben wir durch den Rückenwind eine Geschwindigkeit von 145 Knoten erreicht. Wir kreuzten die Landebahn in der Mitte, flogen eine große Rechtskurve und landeten auf der Piste 35. Jetzt gerade genießen wir ein Abendessen im Restaurant des Bretagne Hotels das gegenüber dem Flugfeld gleich neben dem Fußballstadium liegt."
Heute haben beide Taifuns insgesammt 10.5 St. geflogen und haben dabei 6 Länder und 5 Grnzen überquert: Österreich, Slowenien, Kroatien, Montenegro, Albanien und schliesslich Griechenland. Da haben die sich wohl eine nette Mahlzeit verdient...



14:06 Überqueren der kroatischen Insel Lošinj

Lošinj Hafen



16:12 D-KGAN in vollen Flug…


……die schöne Aussicht genießend



Offensichtlich sind ein paar unserer Piloten schon „Höhenkrank“ obwohl es noch ein weiter Weg nach Haifa ist: Henk sprach immer von Rhodos obwohl sie heute auf Korfu gelandet sind. (im Hintergrund konnte man Hans-Peter hören der ihn korrigierte.) Alzheimer in leichter Form hat auch ein anderes Besatzungsmitglied gestreift: Gestern Abend nach der Landung in Schärding-Suben in Österreich bemerkte Gunter dass er keinen Reisepass bei sich hatte. Er hatte ihn zu Hause vergessen……..
Nach einigen Telefonaten mit seiner Frau (und auch UPS) fuhr diese zum Flughafen Düsseldorf. Sie hielt Ausschau nach Passagieren die nach Rhodos flogen und fand sehr freundliche Touristen die bereit waren Gunters Pass mit nach Rhodos zu nehmen und diesen an Ort und Stelle den Flughafenbehörden zu übergeben.
So wie Konfuzius schon vor 2500 Jahre sagte: der Mensch hat dreierlei Wege, klug zu Handeln; erstens durch Nachdenken, das ist das Edelste, zweitens durch Nachahmen, das ist das Leichteste, und drittens durch Erfahrung, das ist das Bitterste.

Gunters Reisepass ist also bereits auf Rhodos eingetroffen, er selbst muss erst bis dort hin kommen ;-).

Vielen Dank an die unbekannten Touristen!!


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Tag 3/ Kein Flug (Montag 10. Mai)
Ein Anruf um 11:30: Scheinbar blieb Henk Dumont bis gestern Abend in Wolke sieben hängen, denn er erzählte seiner Frau Elly sie seien in Dubrovnik gelandet ;-)
Heute jedenfalls werden unsere Freunde entspannen und die Pracht der Insel Korfu genießen.

Um 17:00 Ortszeit noch immer keine Nachricht von der Haifa Crew. Unsere vier Piloten siten wahrscheinlich auf einer Terrasse auf Korfu und genießen Sonne, Wind, vielleicht ein Bierchen und natürlich auch Strand und Meer. In der Zwischenzeit plant euer Webmaster bereits viel weiter in die Zukunft. Während die Taifunpiloten noch von Israel träumen, hat euer Webmaster bereits für israelische Atmosphäre in seiner Küche gesorgt und sich ein israelisches Menü zubereitet: Eine Hühnersuppe als Vorspeisen und zum Hauptgang Shoarma. Dies geschah unter der Aufsicht von Konfuzius, dem weisen Begleiter auf der Reise nach Haifa………

17:30 Ortszeit in der Küche eures Webmasters auf dem Herd: Ein Topf mit Hühnersuppe (links) und eine Kanne Wasser zum Tee kochen. Konfuzius sieht vom Teekessel aus zu.
Zitat seiner weisen Worte vor über 2500 Jahren: „Jeder isst und trinkt, aber nur wenige genießen den Geschmack.“
Jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich warum Hühnersuppe für eine israelische Atmosphäre notwendig ist. Nun, die Antwort ist ganz einfach: Auf dem Internet fand ich heraus, dass Hühnersuppe die Lieblingssuppe des früheren Premierministers Israels Golda Meir war und er diese gerne seiner Familie und seinen VIP Gästen servierte. Sollte jemand Interesse an dem Rezept haben, kann er es von der offiziellen Website des Außenministeriums herunterladen.

17:50 Lokalzeit, gleicher Ort: Shoarma in einer Stielpfanne. Der Name Shoarma leitet sich vom türkischen Wort "çevirme", was soviel wie „drehen“ bedeutet. In Griechenland allerdings wo unsere Freunde gerade sind, gibt es ein ähnliches Gericht dass sich „Gyros“ nennt, was ebenfalls „drehen“ bedeutet. In beiden Fällen wird Fleisch auf einem sich drehenden Spieß befestigt und möglicherweise einen ganzen Tag lang gebraten. Euer Webmaster war natürlich in Eile und hat das Fleisch daher über dem Feuer in einer Pfanne gebraten. Was man auf dem Bild nicht sehen kann: Konfuzius beobachtet die Sache vom Teekessel aus. Es ist anstrengend gleichzeitig über entspannte Piloten in Griechenland und die israelischen Kochkünste des Webmasters in Holland zu wachen.

 

 

Und schließlich um 18:15 ist das israelische Gericht auf dem Tisch: Shorama in Pitabrötchen (im Ofen getoastet) mit Knoblauchmayonnaise und Salat aus Tomaten, Gurken, Zwiebel und Gürkchen.
Was die Taifun boys in Griechenland wissen sollten: Israel ist möglicherweise seit einigen Wochen in ihren Köpfen, aber in diesem Moment ist es schon im Magen des Webmasters. Mmmmmmmmmmm!!!

20:45 Ein Email von Hans-Peter Gottlob mit einigen Bildern des heutigen Tages.
Die Taifunpiloten machten heute Sightseeing auf Korfu. Für morgen ist zwischen 10:00 und 11:00 der Start zum etwa 4,5 Stunden dauernden Flug von Korfu nach Rhodos im Süden von Griechenland geplant. Die Wettervorhersage für die nächsten vier Tage ist hervorragend. In Haifa liegt die Temperatur bei ca. 45° im Schatten.

Untern: Zwei Bilder vom Sightseeing gesendet von Hans-Peter.

 

Ein Bild gemacht während des Sightseeings von einem unserer Taifun Piloten heute um 09:15 Ortszeit. Das Bild zeigt die Rückseite des so genannten Paleo Frourio (Das alte Fort). Diese Befestigungsanlage ist die erste und älteste Bastion zur Verteidigung von Korfu und wurde von den Venezianern im 15. Jahrhundert auf den Grundmauern einer byzantinischen Anlage errichtet. Die befestigte Insel ist über eine Brücke mit dem Festland verbunden welche ebenso von den Venezianern erbaut wurde. Unter anderem ist dort ein Museum mit byzantinischer Kunst. Das Fort selbst kann über eine Reihe von recht schmalen Tunnels besichtigt werden. Oben auf der Festung befindet sich ein Leuchtturm. (Ist in der Mitte des Bildes schwer zu erkennen). Weiterhin findet man noch ein paar Geschäfte verteilt über die Insel und die St. Georges Kirche.
Wer die Aussicht von der Insel erleben möchte kann untern den 360° Panoramablick von Paleo Frourio anklicken.



360 Grad Panoramablick von Palio Frourio Fin in Griechenland (Macromedia Flash plugin erforderlich)




Keine Information zu diesem Bild außer dass es von einem unserer Taifun Besatzungsmitglieder am Nachmittag um 14:07 Ortszeit geschossen wurde. Eine Vermutung des Webmasters: In der Nähe gibt es wahrscheinlich eine Terrasse mit einer kühlen Flasche Bier ;-)



Eine Überraschung landet heute in der Mailbox des Webmasters um 23:50 Ortszeit: Eine Email des griechischen Planespotters Vasilis Porgiazis aus Athen. Scheinbar hatte er gestern gerade die Piste 35 des Ioannis Kapodistrias Flughafen auf Korfu im Visier als die beiden Taifuns im Anflug waren!


D-KGAN beim Anflug auf die Piste 35 des Kerkyra Flughafen (LGKR) mit Hans-Peter Gottlob und Gunter Hartleb an Board. Bild gemacht von Vasilis Porgiazis, gestern am 9. Mai.





D-KFDI beim Anflug auf die Piste 35 des Kerkyra Flughafen (LGKR) mit Henk Dumont und Henk Schoenmakers an Board. Bild gemacht von Vasilis Porgiazis, gestern am 9. Mai.

Vasilis, stolzes Mitglied des Athener air-born Sporttersteam, wir danken dir im Namen aller Leser der powergliderfun.de Website für die Zusendung deiner schönen Bilder von der D-KFDI und D-KGAN. Wer noch weitere tolle Werke von Vasilis sehen möchte, kann Bilder auf www.airliners.net oder besser (weil mehr Bilder, aber auf griechisch) auf seiner Gallery unter: www.airliners.gr.

Vielen Dank Vasilis !!!

 

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Tag 4/ Etappe 3 (Dienstag 11. Mai)
Heute morgen startete unsere Crew vom Flughafen Kerkyra-Corfu mit Zielflughafen auf Rhosdos (LGRP) im Südosten Griechenlands.
Unten: Zwei Bilder die wir heute von Herrn Dimitris Roussos bekamen. Es sind Kinder mit zwei der drei Lehrer und zwei Kindergartengruppen die zur gleichen Zeit am Flugplatz waren. Sie sitzen um 10:33 Ortszeit auf den Flügeln der D-KFDI gerade als der Motorsegler fertig zum Start war. Alle hatten scheinbar viel Spaß ;-)

 


10:33 am Flughafen von Kerkyra; die Kindergartenkinder auf den Flügel der K-KFDI…

 


... und die beiden Piloten

 

Ein großes Dankeschön an Herrn Roussos für die Zusendung der Bilder!!!




An unsere Leser: Alle Kinder sind wieder heil heruntergekommen bevor das Flugzeug startete ;-)
D-KFDI und D-KGAN starteten um ca. 11:00 Ortszeit in Richtung dem 450 NM entfernten Rhodos (die südöstlichste aller griechischen Inseln). Der Flug dauerte 4 Stunden und 38 Minuten und nach den Worten von Hans-Peter der sich später an diesem Abend meldete lief alles wie am Schnürchen. Die einzige Schwierigkeit der D-KFDI war, dass sie etwas mehr Treibstoff pro Stunde als die D-KFDI brauchte. Mit nur wenigen Litern AVGAS im Tank der D-KFDI landeten die beiden Motorsegler heute Nachmittag auf dem Flughafen von Rhodos (LGPR). Die vier Piloten haben auf der heutigen Strecke entlang einiger griechischer Inseln in der Ägäis die schönste Aussicht genossen. Weiter unten sind einige Bilder die uns auch einen Eindruck vom Flug Korfu-Rhodos vermitteln.

 


Dienstag Morgen, 11. Mai, der Start von der Piste 17 des Flughafen Kerkyra auf Korfu fotografiert aus der D-KFDI




Unterwegs entlang einer Reihe von Inseln die zu den Kykladen gehören. Im Vordergrund auf der linken Seite, teilweise durch den Flügel verdeckt: Die Insel Schoinuoussa mit der unbewohnten Insel Ofidoussa. In der oberen rechten Ecke: Die ebenfalls unbewohnte Insel Keros






Nach 4,5 Stunden Flug ist schließlich der Flughafen von Rhodos in Sicht


 


D-KFAN auf der Landebahn 25 auf dem Flughafen von Rhodos aus der D-KFDI fotografiert





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Tag 5/ Kein Flug (Mittwoch 12. Mai)

Heute haben Hans-Per, Gunter, Henk & Henk eine Sightseeingtour auf der Insel unternommen.

Die wichtigste Attraktion des Tages war die Akropolis auf einem Hügel außerhalb der Stadt Rhodos. Weil unsere Taifun Piloten einen Motorsegler brauchen um in luftige Höhen zu steigen, waren ihre Muskeln scheinbar zu schwach für den Anstieg und sie mussten sich daher Esel mieten.

Es kostete 5 Euro pro Esel um den Hügel hinaufzureiten, aber wenn man sich die Bilder so ansieht haben die Jungs scheinbar das Geld für den Abstieg (wieder 5 Euro) gespart. Eurer Webmaster vermutet sie sind wahrscheinlich vor Lachen den Hügel wieder hinuntergekugelt und brauchten daher keine Esel für den Abstieg ;-)



Turm an Haifa Crew: “Steigen sie auf Flugfläche 6“.
Verantwortliche Piloten während des Aufstiegs waren Hans-Peter und Henk D.



Hans-Peter: „Diese Eselmaschinen taugen nichts zum Gleiten, aber den Hügel hinauf können sich unsere Taifuns nicht mit diesen Kraftpaketen messen!!!“

 


Relikte und wieder errichtete Teile des Tempels und des Theaters


Die Akropolis auf Rhodos war niemals befestigt wie die meisten übrigen Akropolises der Antike. Sie bestand aus einer heiligen Stätte, großen Tempeln, öffentlichen Gebäuden und einem unterirdischen Kultusplatz. Die Gebäude wurden auf Stufenterrassen mit starken Stützmauern errichtet. Heutzutage haben nur einige Teile der des ursprünglichen Bauwerks die Jahrhunderte seit der Erbauung (währen der späten hellenischen Periode um ca. 250 vor Christus) überdauert. Wer an der Umgebung der Akropolis von Rhodos interessiert ist, kann auf den 360° Panoramarundblick weiter unten klicken (Macromedia Plugin erforderlich).

 


360 Panorama Rundblick bei der Akropolis von Rhodos in Griechenland




Heute Morgen: Der Große Palast


Heute Morgen haben unsere vier Piloten unter anderem den Palast der Ritter von Rhodos besichtigt, ein Palast aus dem 14. Jahrhundert erbaut von den Rittern von Rhodos. Der Palast wurde nach der Eroberung durch die Ottonen als Festung genützt. Der Originalpalast wurde zum Großteil durch eine Munitionsexplosion im Jahre 1856 zerstört. Während der Besatzung durch das italienische Königreich in 1912 wurde der Palast im grandiosen mittelalterlichen Stil als Urlaubsresidenz von Victor Emmanuel III. von Italien wiedererrichtet und später durch Benito Mussolini verwendet dessen Name noch immer auf einer großen Tafel neben dem Eingang verewigt ist.

 

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Tag 6/ Etappe 4 (Donnerstag 13. Mai)
Heute wird unsere Besatzung Rhodos um ca. 12:00 Ortszeit verlassen und sich auf die letzte Teilstrecke der Reise nach Haifa begeben. Nach 4 Stunden Flug und 400 NM werden sie hoffentlich sicher auf dem Flughafen von Haifa, Israel landen.
Hoffentlich wird euer Webmaster später am Abend Bilder bekommen, denn er wird am Freitag den 14. Mai unter der Erde in einem Bunker in Nordfrankreich verweilen. Also wenn am Abend nichts mehr kommt, ist das nächste Update erst Samstag den 15. Mai.
Viele Grüße und alles Gute für die Landung von Leo.

Um 22:00 Ortszeit kam ein Anruf von Elly, Henks Frau und sie erzählte, dass die Besatzung am Nachmittag heil auf dem Flughafen von Haifa gelandet ist.

 

Um 23:00 Ortszeit, nur 20 Minuten nachdem sich euer Webmaster hinlegte um nach nur 3,5 Stunden Schlaf eine Reise zu einem unterirdischen Bunker in Nordfrankreich anzutreten, erreichte eine Nachricht die Mailbox seines Emails. Sie war von Henk Schoenmakers: „ Hallo Leo, heute war unser großer Tag. Randvoll mit Treibstoff starteten wir zu unserer letzten Reiseetappe nach Haifa über den großen Teich, dem Mittelmeer. Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Mietwagen zum Flughafen und reichten alle Dokumente bei den Behörden ein die notwendig waren um in den israelischen Luftraum einzufliegen.
Wie du weist, sind wir bisher in Formation geflogen, aber dieses Mal lief die Sache nicht so gut. Kurz nach dem Start in Rhodos wurde die Flugsicht wegen der Wolken 2000 Fuß weniger. Trotz mehrere Versuche von Rhodos Radar war es uns nicht möglich den Sichtkontakt der beiden Flugzeuge herzustellen. Weil wir auch nicht so viel Zeit zum Suchen hatten, nahmen wir Kurs in Richtung unsere ersten Abfanglinie auf die ca. eine Flugstunde entfernt war. Wir hatten die Genehmigung in 7.500 Fuß zu fliegen, dort war die Flugsicht bloß 2 km. Die wichtigste Aufgabe bestand darin den richtigen Kurs zu fliegen und nicht vom Seitenwind abgetrieben zu werden. Als wir die Abfanglinie erreichten, stellte sich heraus dass wir nur einige Minuten von einander entfernt waren. Die erste Taifun flog in der Zwischenzeit einen großen Vollkreis bis Nummer zwei eintraf. Wegen der geringen Sicht waren wir in erster Linie auf den Funkkontakt angewiesen der uns half einander wiederzufinden. Danach ging es in Formation weiter wie geplant.





Wiedererlangter Sichtkontakt; D-KGAN mit Kurs auf Haifa aus dem Cockpit der D-KFDI fotografiert

 




Hans-Peter und Gunter im Flug fotografiert vom Copilot der D-KFDI




Nachdem wir uns wiedergefunden hatten, ging es drei Stunden lang im Formationsflug bis nach Haifa. Die Sicht wurde nach und nach besser. Wir hatten sogar manchmal Rückenwind. Als wir in der Nähe von Haifa waren, ging es zur Landung, die uns erst im zweiten Anflug gelang. Der Fluglotse im Tower meinte die D-KFDI war zu dicht an der D-KGAN und daher wurden wir angewiesen sofort einen Vollkreis zu fliegen.
Die heutige Strecke führte zu 100% der 4 Stunden 10 Minuten übers offene Meer. Mit Erleichterung schossen wir dann einige Luftbilder von der Stadt Haifa wie man in den beiliegenden Dokumenten sehen kann.

Kurz nach der Landung am Flughafen von Haifa wurden wir von unseren israelischen Taifun Freunden Haim Zaklad und Higal herzlich begrüßt wie man auf den Bildern sehen kann. Sie warteten auf uns mit ein paar großen Flaschen kühler Getränke und Mineralwasser. Ich sende dir ein paar Fotos für die Homepage damit alle sie sehen können.




Um 19:00 Ortszeit, nach mehr als 4 Stunden Flug war die Haifa Besatzung erleichtert das Ufer zu sehen. Die Stadt Haifa aus dem Cockpit der D-KFDI. Das rechtwinkelige Gebäude auf der linken Seite im Zentrum ist das Rambam Spital, das größte Spital im Norden von Israel. Das größere, weiße Gebäude gleich daneben ist die Ruth und Bruce Rappaport medizinische Fakultät, ein Teil des Technions (Israelisches technologisches Institut).
 

 


Einige Minuten später die Landebahn des Flughafens von Haifa (LLHA).
Genau hinter der Landepiste: Die beiden Kühltürme auf dem Areal der Bazan Ölraffinerie.
Die Ölraffinerie steht im Eigentum der Oil Refineries Ltd und ist die größte Anlage in Israel. Sie verarbeitet ca. 9 Millionen Tonnen Rohöl im Jahr und erzeugt daraus eine Reihe von Produkten für die Transport-, Konsumgüterindustrie sowie für die Landwirtschaft und Infrastruktur.






D-KFDI im Endanflug zur der Piste 16






Endziel erreicht; Wilkommen in Haifa



Die Beine am Boden. Die Haifa Besatzung wird von den israelischen Freunden begrüßt.

 


Mit Hilfe unserer israelischer Freunde waren die Zollformalitäten sehr schnell innerhalb einer Stunde oder so erledigt. Etwa einer Stunde später flogen wir dann mit drei Taifuns zum ehemaligen Militärflugfeld Megiddo (LLMG) ca. 30 km südöstlich von Haifa; die israelische Taifun 4X-GMF führte die Formation an und wurde gefolgt von der D-KFDI und der D-KGAN. Wegen der Überwachung durch das Militär Tag und Nacht mussten wir uns wegen dem Parkens der Taifuns keine Gedanken machen. Haim buchte uns ein Hotelzimmer auf einem Berg in Haifa und wir gingen zu einem wunderbaren gemeinsamen Abendessen in einem nahegelegenen Restaurant.

Für morgen haben wir einen Flug nach Masada am Toten Meer geplant. Gemeinsam mit Haim fliegen wir in Formation zum tiefstgelegenen Flughafen der Welt, dem Bar Yehuda Flugfeld (LLMZ) 1240 Fuß (378 Meter) unter MSL. Jeder der dort landet bekommt eine Urkunde zur Anerkennung dieser besonderen Leistung.
Für heute, schöne Grüße von uns allen aus dem sonnigen Haifa. Wir haben mit vielen Leuten gesprochen die sprachlos waren als sie hörten, dass wir die ganze Strecke von Deutschland und Holland mit unseren kleinen Taifun Motorseglern geflogen sind.“
Henk Schoenmakers.




4X-GMF, D-KFDI und D-KGAN, drei Taifun Motorsegler hinter einander auf Fluglatz Megido




Sauber machen der Flügel von 4X-GMF, Haim Zaklad und Danny

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Day 7. Tag/ Ausflug nach Massada (Freitag der 14. Mai)
Henk Schoenmakers Berichterstattung in verschiedenen Mail-Nachrichten über die heutigen Aktivitäten:
"
Heute sind wir früh aufgestanden, denn wir werden nach Massada und übers Tote Meer fliegen. Wir flogen ca. eine Stunde in Formation mit drei Taifuns. Normalerweise ist es für Ausländer in Israel nicht möglich nach Sichtflugregeln zu fliegen. Aber dank der Tatsache, dass Haim und Danny diesen Flug organisiert haben und die Verantwortung für uns übernommen haben, wurde der Flug von der Israelischen Luftfahrtbehörde genehmigt. So flogen wir dann mit gemischter Israelisch-Europäischer Besatzung entlang des Jordans, auf der rechten die galiläische Wüste, auf der linken Jordanien. Trotz leichten Dunstes hatten wir eine großartige Aussicht. Da wir die Stadt Jericho nicht überqueren durften, flogen einen kleinen Bogen westlich durch die Wüste, der uns in die Nähe von Jerusalem brachte. Danach erreichten wir das Tote Meer und überflogen in niedriger Höhe die Ruinen von Massada. Wi landeten auf dem Bar Jehuda Flugplatz (LLMZ), der niedrigste Flugplatz der Welt ( 382m unter NN ), direkt neben dem Toten Meer."

 


Flug durchs Jordantal Foto D-KFDI




Die D-KGAN in der Nähe von Jericho aus der D-KFDI gesehen.
Der grüne Landstrich ist bewohnt und heißt Netiv HaGdud ,
ein israelischer Moschaw im Westjordanland etwa 15 Nm nördlich von Jericho

 

 


Massada und seine Ruinen Foto D-KGAN

 


Die D-KFDI im Endanflug auf die 01 des Flugplatzes von Massada




Bereits heute Morgen wurde unser Webmaster von einer Mail Shlomo Zelkines überrascht, die einige Bilder der drei Taifuns auf Massada Airfield enthielt :
"Heute besuchten drei Taifuns das Massada Flugfeld, den niedrigsten Flugplatz der Welt. Es war großartig Motorseglerpiloten zu treffen, die den ganzen Weg von Europa nach Israel zurückgelegt hatten. Da ich selber Segelflugzeuge, Motorsegler, Flugzeuge, Helikopter und Gyrokopter fliege und Fluglehrer bin, ich als Ferrypilot den Atlantik und den Pazifik in ein- und mehrmotorigen Flugzeugen überquert habe, weiß ich den Flug der zwei Taifuns richtig einzuschätzen.
Herzlich Willkommen!
Shlomo."

Nachfolgend einige Bilder, die uns Shlomo gesendet hat :


D-KGAN Landung am Flugplatz Masada

D-KFDI Landung am Flugplatz Masada



Landung wie gesehen von 4X-GMF




D-KFDI und D-KGAN rollen zur Haltebucht






Alle drei Taifuns auf Ihren Parkplätzen.
Im Hintergrund kann man die Anhöhe von Massada sehen,
dort können Besucher die antiken Ruinen mit einer Seilbahn erreichen.


 

Vielen Dank an Shlomo, aus den Niederlanden für die Sendung der Bilder!!!

Weiter mit Henk Schoenmakers:
"Die Temperaturen waren fürchterlich hoch, ca. 40°C im Schatten. Wir wurden mit einem typisch arabischen Kaffee ( mit Kaffeesatz ) und einer riesigen Wassermelone, in einem Beduinenzelt hier auf dem Flugplatz, begrüßt. Anschließend bekamen wir eine Urkunde über die niedrigste Landung auf der Erde. Wie erwartet fand noch ein reger Austausch von Fliegerabenteuern statt. Shlomo, der über viel Flugerfahrung verfügt, berichtet über einen 24-stündigen Ferryflug von Honolulu nach San Francisco.

Die Temperaturen sind sehr hoch in dieser Gegend, so dass unser Cokpit Thermometer den maximalen Wert anzeigte. Es ist absolut wichtig die Haut gut gegen die Sonneneinstrahlung zu schützen und wenn möglich sich im Schatten aufzuhalten."

 

 


Gunter, Hans-Peter, Henk D und Henk S. im Beduinenzelt, mit Ihrer Landeurkunde des niedrigsten Flughafen der Welt.
Im Hintergrund : Danny und Haim.
Foto von Shlomo Zelkine.

 


Wie tief kan man landen?
Höhenmesser der D-KGAN

Zur gleichen Zeit: GPS an Bord der D-KFDI zeigt Standort und Weg zum niedrigsten Flugplatz der Welt




Erfahrungsaustausch unter befreundeten Piloten in einem Beduinenzelt am Flugfeld Massada


Henk Schoenmakers:
" Wir fuhren mit dem Auto zur Anhöhe von Massada und besuchten dort die Festungsruinen. Der Palast und die Zitadelle wurden im Jahr 30 vor Christus von Römern belagert. Die letzten 800 judäischen Verteidiger kämpften bis zum letzten Atemzug ohne sich zu ergeben. Sie leisteten 3 Jahre Wiederstand, bis sie kein Wasser mehr hatten, doch sie zogen den gemeinschaftlichen Selbstmord der Kapitulation vor."


Für diejenigen, die mehr über Massada wissen wollen, schauen bitte in einen Artikel von Wikipedia über diesen schönen und historischen Ort. Dort gibt es eine hervorragende Webseite, die durch einen virtuellen Flug über die Berge und einige 3D-Bilder einen interessanten Eindruck vermittelt. Als wenn man es selbst erlebt hätte. Viel Spaß mit http://mordagan.com/?p=129 (zwar in Hebräisch aber mit sehr intuitiver Bedienung)

Henk Schoenmakers:
"Wenn einer eine Reise ans Tote Meer macht, ist eintauchen ins Meer ein Muss, so auch für uns 4 Taifun Piloten. Eigentlich ist tauchen das falsche Wort dafür, da es nicht möglich ist ohne Hilfsmittel tiefer als 10 cm ins Wasser einzutauchen. Durch die hohe Dichte des stark salzhaltigen Wassers entsteht ein großer Auftrieb. Das Wasser enthält soviel Salz, dass ein Tropfen in Auge oder Mund, sehr scherzhaft ist. Henk Dumont vergaß seine Badehose, was ihn aber nicht daran hinderte in seiner Unterhose zu schwimmen. Danach waren wir sehr froh, uns mit Süßwasser in der Nähe zu duschen, um die Salzkristalle auf der Haut wieder loszuwerden.

Wir flogen nach Megido in der selben Formation wie auf dem Hinflug zurück. Wieder hatten wir eine schöne Aussicht und machten eine Menge Bilder. Hier sind zwei weitere Bilder, die uns Shlomo Zelkine freundlicherweise geschickt hat, wärend des Abflugs vom Massada Flugfeld..





14.20 Ortszeit, aufgereit, bereit zum Abflug

 



Fünfeinhalb Stunden nach Ankunft in Massada,
dies ist das letzte Bild das Shlomo von den 3 Besuchern, bei ihrem Abflug, gemacht hat.

.

 

Am späten Abend waren wir vier Taifunpiloten zum gemütlichen Abendessen, bei Haim zu Hause eingeladen. Wir trafen einige Freunde und Familienangehörige von Haim und hatten einen sehr angenehmen Abend dort. Ich hatte die Ehre, im Namen beider Taifun-Mannschaften, Haim für alle seine Bemühungen, die den Flug nach Israel der D-KGAN und D-KFDI erst möglich machte zu danken, sowie für seine Großzügigkeit und Gastfreundschaft, die den Aufenthalt in Israel zu einem unvergesslichen werden ließ. Als Geschenk bekam Haim ein spezielles Taifun T-Shirt, mit seiner aufgestickten Taifun auf dem Rücken, auf dem der Text zu lesen ist: "Life is too short to fly anything less than Taifun". (Das Leben ist zu kurz, um etwas anderes zu fliegen als eine Taifun.)


Haim zeigt sein kleines Geschenk



Life is too short to fly anything less than Taifun
links: die D-KFDI Version von Henk Dumont, rechts: die 4X-GMF Version von Haim Zaklad

 

 

 


Am späten Abend, Blick auf die Stadt Haifa von unserem Hotelbalkon aus.
Zeit für einen guten Schlaf nach einem Tag voller Reisen und Geschichten.

 


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8. Tag / Picknick mit dem Segelflugclub Megido (Samstag der 15. Mai)
Henk Schoenmakers:
"Haim kam heute Morgen um einen Blick auf die technischen Änderungen und Modifikationen, die in den vergangenen Jahren an den beiden Taifuns durchgeführt worden sind, zu werfen. Er fotografierte einige Details, die er auch an seiner Taifun auch ändern will. Dann fuhren wir zum Grillfest, das in der Nähe der Anhöhe von Armageddon am Ufer eines Baches organisiert war. Dort hatte uns der Segelflugclub von Megido zu seinem jährlichen Picnic eingeladen. Der Club scheint sehr aktiv zu sein, da mindestens 80 bis 100 Mitglieder mit Ihren Familien anwesend waren. Und wieder eine Menge netter Leute und netter Unterhaltungen. Das Grillfest war ein großer Erfolg.

 


Grillen mit den Mitgliedern des Megido Segelflugclubs am Fuß der Anhöhe von Armageddon

Zwei Bilder freundlicherweise von Yigal Merav, Koordinator des Flughafens Haifa LLHA,
zur Verfügung gestellt, zeigt unsere Taifunpiloten die sich wie zu Hause fühlen ;-)

 


Einer der Piloten, Talli, Eigentümer einer Entenfarm ( die einzige in Israel ), lud uns zu einem Abendessen auf seinen Hof ein, das wir natürlich dankend angenommen haben. Um sechs Uhr holte uns Talli vom Hotel ab und wir fuhren gemeinsam zu seinen Hof. Dort angekommen wurde uns zuerst der Betrieb gezeigt, der aus 10 Ställen besteht und Heimat für über zehntausend Enten ist. Uns wurde der gesamte Ablauf erklärt, angefangen vom Inkubator und endend mit den 7 Wochen alten Enten. Nachdem sie nach sieben Wochen ausgewachsen sind, werden sie zum Schlachthof transportiert.




Oben rechts: Iris erklärt den Werdegang der Ente

Oben links: Einer der Ställe mit tausenden Enten

Unten links: Geburt einer Ente

Iris, Tallis Frau, beschäftigt sich mit Touristenführungen auf der Farm. Alles in allem ein sehr interessanter Besuch, durch Iris und Tallis Erklärungen. Für diejenigen die hebräisch lesen können, gibt es im Internat eine Seite auf der man den Betrieb sehen kann: Kfar Baruch Duckfarm website

Danach aßen wir zu Abend und genossen einen sehr gemütlichen und angenehmen Abend mit der ganzen Familie. Und wie das Leben so spielt wurden wir Zeugen der Geburt einer kleinen Ente auf der Farm. Als es sich seinen Weg aus der Schale gebahnt hatte sprang es heraus, stand auf seinen Füßchen, noch ein bisschen wacklig und begann Ausschau nach seiner Mutter zu halten. Dann bemerkte es Henk Dumont, der direkt neben seiner Schale stand, er war der Erste, der ein Geräusch von sich gab. Das bedeutete für das Küken: das ist meine Mutter. Von diesem Tag an waren sie verbunden, und wenn sie nicht gestorben sind, dann sind sie es noch heute. Das Küken wurde Henriette getauft ( was für ein Name ) und schlief in Henks Zimmer, ein wirklich süßer Anblick. Ich werde versuchen ein Bild von Henriette zu machen, doch leider zeigt sie sich nicht allzu oft. Vielleicht bekommen wir sie zu Gesicht, wenn sie und ihre Mama mal baden geht. So jetzt werde ich schlafen gehen und werde sobald als möglich über unsere Aktivitäten am Sonntag den 16 Mai berichten. Grüße von uns allen, Henk Schoenmakers "

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9. Tag/ (Sonntag der 16.Mai)
Henk Schoenmaker Berichterstattung per E-Mail:
"Heute Morgen haben wir in Afula ein Auto gemietet, leider war es nicht mit einem Navigationssytem ausgestattet, sodass wir mit altmodischen Straßenkarten navigieren mussten. Um 10 Uhr brachen wir in Afula auf, zu einer Fahrt nach Nazareth ( ½ Stunde Fahrtzeit ) und besuchten die Verkündigungskirche, die größte christliche Basilika im nahen Osten mit einer Kuppelhöhe von 55 Metern. Im römisch-katholischen Glauben, markiert es die Stelle, wo der Erzengel Gabriel die Geburt Jesus Christus der Jungfrau Maria verkündigt hat ( Lukas1:26-31).


Oben: Die Kirche der Verkündigung von außen
Unten links: Altar in der Krypta Unten rechts: Drei unserer vier Piloten in der Kirche

 

Anschließend fuhren wir in Richtung Tiberias zum See Genezareth, bei den Einheimischen auch der See von Tiberias oder See von Galilea genannt, den größten Süßwassersee in Israel. Hier besuchten wir die Ansiedelung von Kapernaum, ein hebräischer Name, das Kfar Nahum heißen sollte und soviel bedeutet wie Nahums Dorf.
In Kapernaum befindet sich das Haus des Apostels Petrus. Petrus, von der Predigt auf dem Berg bekannt, erlebte die wundersame Brot-und Fischvermehrung und Ihm erschien Jesus Christus hier nach seiner Auferstehung. Um 18.00 Uhr hatten wir einen Termin mit Haim Zaklad in Herzelia bei Tel Aviv, der ein Treffen mit dem israelischen Club der allgemeinen Luftfahrt organisiert hatte. Etwa 40 israelische Motor- und Segelflugpiloten waren anwesend, mehr als wir erwartet hatten.


Präsentation vor dem israelischen Club der allgemeinen Luftfahrt ( Gebäude der IAF )


Dort zeigten wir zwei Präsentationen über unsere Flugerlebnisse, Henk zeigte eine PowerPoint Präsentation über seine Reise zu den Lofoten. Kurz danach zeigte Hans-Peter ein interessantes Video über Segelflug und Kunstflug auf der Mönchsheide und Umgebung. Gegen 22.00Uhr fuhren wir zurück zu unserem Hotel und genossen die Nacht im Kibbuz von Mizra."

 

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10. Tag/ (Montag der 17.Mai)
Henk Schoenmakers Berichterstattung per E-Mail :
" Zuerst besuchten wir den Berg Tabor, der Ort an dem die Verklärung Christi stattgefunden hat. Hier auf diesem Berg erschien Jesus, in Gegenwart der Jünger Johannes, Petrus und Jakobus, Moses und Elijah während Jesus in hellem Licht erstrahlte. Wir haben natürlich keine der biblischen Figuren gesehen, aber vom Berg Tabor konnten wir die Stadt Nazareth in der Ferne sehen.


Berg Tabor: Kirche der Verklärung

Sicht auf Nazareth vom Berg Tabor aus


Für diejenigen, die das innere der Kirche sehen möchten, gibt es ein 360° Panoramabild der unteren Kapelle der Basilika, indem sie einfach das Bild anklicken ( Macromedia Flash ist erforderlich).

 
Kirche der Verklärung, lower chapel of the angels, Tabor, Israel in Israel


Um halb eins mittags nahmen wir die Straße nach Süden ( A60 ), Richtung Jerusalem. Wir hatten allerdings nicht berücksichtigt, das dieser Weg uns komplett durch die Westbank führt, der zwar sicher aber auch renovierungsbedürftig ist, sehr viele Schlaglöcher und fast keine Wegweiser oder Straßenschilder. So mussten wir mehrmals umkehren und nach dem richtigen Weg über Nablus nach Jerusalem fragen. Um 16.00 Uhr kamen wir in unserem Hotel ( Holy Land Hotel ), das wir bereits in Mizra für 2 Nächte gebucht hatten, an. Noch am selben Abend, nach einer kurzen Erfrischung, erkundeten wir die teilweise überdachten Gassen der Altstadt von Jerusalem und besuchten die Grabeskirche."



Eine der vielen touristischen Straßen in der Altstadt Jerusalems an diesem Abend





Schönheit und Glanz in der Grabeskirche

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11. Tag/ (Dienstag der 18. Mai)


Via Dolorosa

Henk Schoenmakers Berichterstattung per E-Mail :

"
Heute sind wir sehr früh aufgestanden, weil Henk D. und Gunter auch die Grabeskirche ( auch die Kirche der Auferstehung genannt ), ohne in Warteschlangen zu stehen, besuchen wollte. Also sind wir um 5.00 aufgestanden und waren schon um 5.45 dort. Über die berühmte Via Dolorosa stiegen wir zum Kalvarienberg hinauf nach Golgatha. Dort besuchten wir den Ort, wo Jesus gekreuzigt und begraben wurde, als auch das Kapuzinerkloster in der Kirche."

Die Kirche des Heiligen Grabes

 


An der Klagemauer

Henk fährt fort:

"Leider hat sich die Via Dolorosa heutzutage in eine Mischung verschiedener Souvenierläden und Touristenshops verwandelt. Aber was lässt sich andererseits von einer Straße erwarten, durch die täglich tausende Touristen flanieren? Als wir durch die Al-Wad Straße gingen, kamen wir an einen Kontrollpunkt an, an dem jeder seine Taschen komplett leeren und den Inhalt durchleuchten lassen muss. Eine Folge der wachsenden terroristischen Bedrohung. An der Klagemauer war es ziemlich voll, alte wie junge Menschen stehen dort vor der Mauer und beten. Männliche Besucher sind in diesem Bereich verpflichtet eine Kippah (religiöse jüdische Kopfbedeckung) zu tragen.

 


360 degree Pano-View abends in der Nähe der Klagemauer von Jerusalem in Israel
(Macromedia Flash Plugin erforderlich)

Henk:
"Heut war auch der Tag an dem wir die Geburtskirche besucht haben. Diese Kirche ist eine der ältesten Kirchen der Welt, die durchgehend für religiöse Aktivitäten geöffnet ist. Mit dem Auto fuhren wir nach Bethlehem, vorbei an mehreren durch Soldaten schwerbewachten Kontrollpunkten, wo die Pässe und alles andere kontrolliert wurden. Direkt nach passieren des letzten Checkpoints ist man in Bethlehem und wird von Touristenfängern abgefangen, die Ihre Dienste als Fremdenführer anbieten.

Viele Touristen wollen normalerweise nur eins: die Geburtskirche besuchen und den silbernen Stern berühren. Man kann Ihren Gesichtern ansehen, dass das seit langer Zeit ihr sehnlichster Wunsch war. Der silberne Stern befindet sich unter einem Altar in der Grotte der Geburtskirche und markiert die Stelle an der Jesus Christus geboren worden sein soll. "



Die Menschen (und Henk D.) knien vor dem silbernen Stern.


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12. Tag/ (Mittwoch der 19. Mai)

Wiedermal Henk Schoenmakers Berichterstattung per E-Mail :

"Hallo Leo,
An diesem Morgen gingen Hans-Peter und ich ( die beiden anderen hatten einen freien Vormittag zur Erholung) zum Felsendom, das älteste Gebäude in der islamischen Welt aus dem Jahre 692 n. Chr., so mussten wir wieder einige Sicherheitskontrollen passieren. Der einzige Weg, den Felsendom zu erreichen führt durch das Jaffa-Tor. Für uns war der kürzeste Weg dorthin entlang der Klagemauer. Heute ist der erste Tag von Shavuot, ein jüdischer Feiertag der 50 Tage nach dem Passahfest (zur gleichen Zeit wie Ostern) begangen wird, zum Gedenken an den Tag an dem Gott den Israeliten am Sinai die Thora gab. Deshalb war der Platz vor der Mauer mit betenden Menschen überfüllt."

 


Die Klagemauer an diesem Morgen auf dem Weg zurück zu den westlichen Teilen des Stadtzentrums

Henk fährt fort:
"Nach passieren des Platzes folgte eine weitere Kontrollstelle auf dem Weg zum Felsendom. Wenn man einmal da ist, ist die Aussicht wirklich herrlich und der Platz, der den Dom umgibt ist absolut enorm. Der Dom befindet sich im Zentrum eines Hochplateaus, die als der Tempelberg bekannt ist und den Moslems als wichtiges Heiligtum gilt. Das goldüberzogene Dach des Doms glänzte in der Morgensonne unter strahlend blauem Himmel."

 


Der Felsendom auf dem Felsen mit dem ihn umgebenden Platz

 

Nach der Aufnahme mehrerer Bilder, kehrten wir auf unsere Hotelzimmer zurück und packten unsere Taschen um für die Weiterfahrt nach Tel Aviv über Highway 1 um 12.00 Uhr bereit zu sein. In Tel Aviv angekommen fuhren wir zum Strand, um einen Hauch Seeluft zu atmen. Wie schon erwähnt war heute ein nationaler Feiertag in Israel, so war auch der Strand sehr gut besucht. Nachdem wir eine kleine Mahlzeit in einem der Restaurants am Hilton Beach genossen hatten, setzten wir unsere Fahrt nach Norden via Autobahn 2 und Nationalstraße 65 nach Mizra fort. Zunächst machten wir noch einige Bilder unserer Gruppe, solange die Atmosphäre noch gut war und Gunters Heimweh nach Köln( im speziellen für Reisdorf Kölsch) noch auszuhalten war. An diesem Abend hatten wir noch eine Verabredung mit Haim, mit dem wir gerade telefonierten."



Am Strand in Tel-Aviv

Und tatsächlich hatten unsere vier Freunde wieder einen schönen Abend mit Haim, um die wunderbaren Dinge zu besprechen, die sie die letzten Tage in Jerusalem und Bethlehem gesehen hatten. Die europäischen Taifun Crews sprachen auch über das kommende Taifun Treffen, das für August im Koblenz-Winingen geplant war. Desweiteren diskutierten wir die aktuelle politische Situation in Israel. Uns "unwissenden" europäischen Christen erklärte Haim wie die religiösen jüdischen Traditionen zu unterpretieren sind, die wir in den heiligen Städten mitbekommen hatten. Es besteht die Chance, daß Haim und Talli zum Taifun Treffen mit ihrer Taifun 4X-GMF nach Deutschland kommen. Das wäre fantastisch und eine große Ehre für die Crews der D-KFDI und der D-KGAN! "Auf diesem Weg können wir das tun, was sie für uns getan haben", sagt Henk.

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13. Tag/ (Donnerstag der 20. Mai)
Henk Schoenmakers Berichterstattung über E-Mail:
" Flug von Haifa nach Rhodos: die erste Etappe auf dem Heimflug von D-KFDI und D-KGAN nach einer Woche Reisen und Sightseeing in Israel. Zwei unserer Freunde (Hans-Peter & Henk Schoenmakers) standen sehr früh auf, brachten ihren Mietwagen nach Afula, nahmen ein Taxi zurück zum Nov Mizra Hotel und packten ihre Taschen für den Rückflug. Währenddessen waren Günter und Henk auch aufgestanden und waren ebenfalls dabei, ihre Taschen zu Packen. Danach ging es zum Flugplatz Megido, wo ihre israelischen Freunde Talli und Michel anboten, einen Flug über Israel um See Kineret auf einer Special VFR Route zu machen. So stieg je ein israelischer Pilot in die erste und die letzte Taifun hinzu; vielleicht das letzte Mal für eine längere Zeit.


Blick über Tiberiasvon der D-KFDI


Wir hatten einen sehr schönen Flug über Nazareth-Tiberias-Kineret und als wir den See erreicht hatten, machten wir ein paar Kreise. Dann flogen wir nach Haifa zum Tanken, für die Zollformalitäten und Fragestunde in der gut bekannten Polizeistation. Alles war in Ordnung und nach dem Wetter Breifing und dem Ausfüllen des Flugplans starteten wir um 11 Uhr für einen langen Flug über offenes Meer. Dieses Mal hatten wir Gegenwind.


Letzter Blick auf den Hafen von Haifa aus der D-KFDI beim Verlassen von Israel.

 

Wegen Aktivitäten des Militärs mussten wir auf 10500ft steigen. Alles zusammen haben wir 4:40h über Wasser geflogen und sind ziemlich spät und mit nicht mehr viel Sprit auf Rhodos gelandet.


Ankunft auf Rhodos. D-KFDI im andanflug auf die Piste 25

 

"Nach unserer Ankunft auf Rhodos haben wir uns einen Mietwagen genommen, ein schönes Hotel am Strand gefunden, ein Bier getrunken und einen kurzen Spaziergang am Strand gemacht. Jetzt nehmen wir noch eine Mütze Schlaf, bevor uns der Wecker um 06:30 am nächsten Morgen wieder aus den Federn reißt."

Grüße, Henk S.



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14. Tag/ (Freitag der 21. Mai)


Blick am Morgen aus dem Cockpit der D-KFDI


Mit sehr viel schlechterem Wetter als am Vortag starteten die D-KFDI und die D-KGAN am Morgen vom Flugplatz Rhodos. Die Tanks waren bis zum letzten Tropfen gefüllt für den Flug nach Kerkyra/Corfu, der ca. 5:15h dauern sollte. Wegen des schlechten Wetters (Regen, Gegenwind und Gewitter) mussten beide Taifuns mehrere Umwege fliegen und nachdem sie gelandet waren, beschlossen sie Piloten, aufgrund des anstrengenden Flugs, erstmal nicht weiterzufliegen. Normalerweise hätte diese Etappe nur 4h Stunden gedauert! Morgen werden sie nach einem Blick auf die Umstände und die Wettervorhersage entscheiden, wie weit sie fliegen werden. Im Moment ist das Ziel Pula zu erreichen, aber es gibt Berichte über mögliche Gewitter in dieser Region. Wir werden sehen. Konfuzios hat ein Auge auf sie. Vielleicht geschieht ein Wunder?


Während des Fluges hat sich das Wetter leicht verbessert. Der Blick aus der D-KFDI auf den Kanal von Korinth.

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15. Tag/ (Samstag der 22. Mai)
Henk S. berichtet über E-Mail:
"Unser Hotel hier in Kerkyra liegt einen Fußmarsch vom Flugplatz entfernt. Wir gehen zurück zum Flugplatz, machen uns fertig für den heutigen Flug und geben unseren Flugplatz im Turm von Kerkyra auf. Bei recht gutem Wetter rollten wir zwischen mehreren Air-Berlin und Transavia Airlinern und starteten schließlich zum Flug der uns planmäßig nach Losinj (Kroatien) bringen sollte.


Ein Fußmarsch entfernt vom Flughafen ...

... Aufgeben des Flugplans im Turm

 


Letzter Blick über Corfu/Keerkyra bei sehr gutem Wetter


Das Wetter war gut und die Sichten hervorragend und so wies uns Kerkyra Info an, der Route Adria 1 zu folgen. Also mussten wir in 3500ft von Wegpunkt zu Wegpunkt über große Wasserflächen fliegen. Nur diesmal war es uns möglich zumindest immer Inseln oder Teile des Festlandes zu sehen, was das Fliegen deutlich erleichtert (man hat einen Horizont, an dem man sich orientieren kann), im Vergleich zum Fliegen über offene See ohne Anhaltspunkte und einem verschwimmenden Horizont vor sich.

 


Die Inseln helfen einen besseren Eindruck des Horizonts zu bekommen als beim Flug über offene See.


Als wir auf der Insel Lošinj angekommen waren, fanden wir ein nettes Hotel mit Blick auf den Hafen. Es ist ein nettes Touristenstädtchen. Morgen wird möglicherweise die letzte Etappe unserer Reise sein, da wir planen durch den Brenner die Alpen zu überqueren und in einem Stück nach Hause zu fliegen."



Der Hafen von Mali Losinj am Abend

 

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16. Tag/ (Sonntag der 23. Mai)

Henk D. meldet über Telephon:

"Hallo Leo. Heute war ein schwieriger und anstrengender Tag. Heute morgen sind wir um 7:40 UTC in Losinj LDLO (Kroatien) zum letzten Leg unserer Reise gestartet und wir wussten, daß der schwierigste Teil die Überquerung der Alpen sein würde. Das Wetter in Losinj war richtig gut während des Abflugs, aber als wir die Alpen erreichten, wurden die Wolken dicker und dicker. Wir fragten bei der kroatischen ATC nach, ob wir auf 7000ft steigen dürfen und sie stimmten zu. Wie auch immer, zum Überqueren der Alpen mussten wir auf 15000ft steigen.

Rollen auf dem Flugplatz von Losinj

 

 


Vorbeiflug an Brijuni, einer Inselgruppe 2km vor der Küste


Das ist kein Problem für die D-KGAN, da sie mit einem 100 PS Motor ausgerüstet ist, aber ein großes Hindernis für die D-KFDI mit nur 90 PS. Wir versuchten auf 15000ft zu steigen als wir die ersten Ausläufer der Alpen erreichten, aber wir schafften es nicht. Dann versuchten wir unter den Wolken, zwischen den Bergen und den Wolken durchzukommen, aber das war nicht möglich, da die Wolken an manchen Stellen auflagen. Jetzt versuchten wir nach Kufstein in Österreich zu fliegen, aber in dieser Richtung war die Wolkendecke vollständig geschlossen. Wir beschlossen einen weiteren Versuch zu unternehmen auf 15000ft zu steigen. Da sahen wir ein blaues Loch am Himmel, das es uns ermöglichte hindurch zu steigen. Dank der lokalen Winde konnten wir in Kreisen eine Stunde lang steigen. D-KGAN war vor uns die ganze Zeit über, wegen des stärkeren Motors und plötzlich meldeten sie, daß sich das Loch unter uns wieder schließen würde. Wir schafften es 14000ft zu erreichen (FL140), hoch genug, um über der geschlossenen Wolkendecke zu fliegen.


Höhenmesser der D-KFDI zeigt 14000ft an

 



zur selben Zeit: Blick aus dem Cockpit der D-KFDI

 

 

In dieser Höhen nahmen wir Kurs auf Kufstein und auf dem Weg bemerkten wir, daß die Wolken sich langsam lichteten. Nachdem wir die Alpen überquert hatten, wies uns die österreichische Flugsicherung an, erst auf 9000ft zu sinken und später auf 6000ft. Wegen des schnellen Abstiegs hatte mein Motor Probleme mit Vergaservereisung, aber nach einer Minute war wieder alles in Ordnung. Wir landeten in Schwäbisch Hall (EDTY) um 13:05 UTC, tankten, riefen zu Hause an und starteten wieder für das letzte Stück. Um 16:10 UTC landete die D-KFDI auf der Geilenkirchen Air Force Base, während die D-KGAN ca. eine halbe Stunde früher in Mönchsheide gelandet war. Wir vier haben zwei Wochen mit Reisen und Flugspaß verbracht und möchten uns noch einmal bei unseren israelischen Freunden für ihre Ratschläge und die Gastfreundschaft bedanken. Zum letzten Mal sage ich "Auf Wiedersehen" und hoffe, alle Leser haben zumindest teilweise alles so genossen, wie wir es die letzten zwei Wochen getan haben."

 

Das Ende...




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Übersetzt von Werner Reinhofer, Hans-Peter Gottob und Dominikus Dedler

 



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