3. Taifun Treffen
Text: Gabriele Brönner-Garben

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Vom 20. – 23. Mai 2004
in Oehna Außer Regen, nichts gewesen ? Oh, doch!
Zwar hat das schlechte Wetter manches geplante Vorhaben zunichte gemacht und
die fliegerischen Unternehmen auf einen gemeinsamen Flug über Berlin zusammenschrumpfen
lassen, aber...
Donnerstag, 20. Mai, trafen nach und
nach 20 Flieger-Teams in Oehna ein. Der überwiegende Teil natürlich
mit einem Taifun 17E, 3 Crews auch mit anderen Maschinen, da ein Taifun gerade
nicht zur Verfügung stand. Der Großteil freute sich nach dem letztjährigen
Treffen auf Borkum über das Wiedersehen, der kleinere Teil war zum ersten
Mal dabei – diesmal auch Flieger aus Belgien und Österreich.

Anflug auf den Flugplatz Oehna (EDBO)
Zu Gast war Richard Perlia, Pilot
seit 1926, jetzt 99 Jahre alt, mit seinem vor zwei Jahren erschienenen Buch
"Mal oben - mal unten".

Richard Perlia
Nicht ganz einfach war für manche
der Hinflug über die Mittelgebirge gewesen, in Oehna herrschte jedoch richtiges
„Himmelfahrtswetter“.
Nach Begrüßung und Abendessen in der Flugplatzgaststätte durch die diesjährigen
Organisatoren, Manfred Garben und Henk Dumont, trafen sich alle zu einer Vorstellungsrunde
und einem ersten Erfahrungsaustausch.

Am Lagerfeuer ließ man den Tag gemütlich ausklingen
Am Freitag war um 10.00 Uhr das Briefing
angesetzt. In vier ausgelosten Gruppen mit jeweils einem erfahrenen „Berlin-Flieger“
sollte es um 11.00 Uhr zum Rundflug über Berlin nach Strausberg, später über
Potsdam nach Heinsdorf und zurück nach Oehna gehen.

Briefing
Und dann begann der Regen, der bis
zum späten Nachmittag anhielt. Also musste man sich die Zeit anders vertreiben.
Genug Gesprächspartner standen ja zur Verfügung, denn auch Astrid und Rainer
Korff sowie Friedhelm Wilberg von der Firma Limbach waren inzwischen eingetroffen.
Und auch von der Flugzeugwerft Stemme, die man ursprünglich in Strausberg hatte
besuchen wollen, kamen Frau Stemme jun. mit einem Techniker in einer Stemme
S10 zu einem ausführlichen Meinungsaustausch vorbei.
Um 17.30 Uhr ging es dann endlich doch noch zum Rundflug über Berlin: In 2000
Fuß über Whisky 1, Funkturm,
Alexanderplatz, östlich am Flugplatz Tempelhof vorbei über die Whisky -Route
nach Potsdam und zurück nach Oehna.
Nun standen noch zwei, vorher verabredete Aufgaben an: Formationsüberflug der
vier Gruppen über den Flugplatz Oehna mit anschließender Ziellandung.Beides
sollte bewertet werden durch die kompetenten Prüfer Monika und Rudi Hackl, den
Gastgebern vom Flugplatz Oehna! Als nicht ganz so einfach stellte sich das Formationsfliegen
heraus, und auch die markierte Ziellinie einigermaßen zu treffen, war schwierig.
Eine Gruppe hat jedoch den Überflug zur Zufriedenheit der „Richter“ hinbekommen
und ein Flieger-Team traf sogar die Linie punktgenau.
Zum Abschluß des Tages gab’s dann für alle ein deftiges Grillessen – für Hartgesottene
draußen,
für die anderen drinnen.
Am Samstag Sonnenschein, blauer Himmel, weiße Wolken über Oehna.
Noch vor dem Briefing um 10.00 Uhr wurde das Wetter eingeholt und die Vorhersagen
des Deutschen Wetterdienstes ausgedruckt. Die Prognosen für den Samstag waren
gut – für den Sonntag dagegen nicht! Unbeständiges Wetter, Schauern und Windböen
aus Nordwest mit Spitzen bis zu 35 Knoten wurden vorausgesagt.
Alle Piloten entschieden sich deshalb, schon am Samstag den Rückflug anzutreten.
Zuvor kamen jedoch noch mal alle Teilnehmer zur Siegerehrung zusammen: Zuerst
wurden die beste Formation und die beste Landung prämiert. Die Firmen Limbach
und Fläming Air hatten dafür attraktive Preise bereit gestellt.Sieger des Formationsfluges
war die Gruppe B mit D-KLUW, D-KBLB, D-KSDF, D-KGOS. Die beste Ziellandung schaffte
die D-KSDF.
Dann gab’s noch Preise für die zwei ältesten Piloten, Hartwig Karras (81) und
Guenther Osiander (79), und für unsere (bislang) einzige Pilotin, Ursel Westphal.
Für den weitesten Anflug erhielt das österreichische Teams von der OE-9313 eine
gratis 100-Stunden-Kontrolle von der Firma Korff.
Um 12.30 Uhr hoben die ersten Maschinen ab.Vorher jedoch wurden noch Fotos
von dem Flugfotografen, Hans Blossy, geschossen: von jeder Maschine, von
jedem Team und natürlich von allen Teilnehmern.

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